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Microsoft: Windows 7 kommt am 22. Oktober

Um dieses Ziel zu erreichen, sollen die letzten Programmierarbeiten an dem neuen System im Juli abgeschlossen werden.

02.06.2009, 22:29 Uhr (Quelle: DPA)
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Microsoft wird sein neues Betriebssystem Windows 7 früher als geplant auf den Markt bringen. PCs mit Windows 7 seien vom 22. Oktober an zu haben, sagte Microsoft Senior Vice President Bill Veghte am Dienstag in mehreren Interviews. Um dieses Ziel zu erreichen, würden die letzten Programmierarbeiten an dem neuen System im Juli abgeschlossen werden.
Vista-Misserfolg setzt Microsoft unter Druck
Mit Windows erwirtschaftete Microsoft im vergangenen Geschäftsjahr 2008 rund ein Drittel seines Gesamtumsatzes von 60 Milliarden Dollar. Das Programm des Softwaregiganten läuft schätzungsweise auf 90 Prozent aller Personal Computer weltweit. Nach einem Misserfolg mit dem Vorgängersystem Windows Vista steht das Unternehmen von Microsoft-Chef Steve Ballmer unter großem Druck, einen möglichst reibungslosen Übergang zu der neuen Systemsoftware Windows 7 hinzubekommen.
Veghte sagte, die Reaktionen der Kunden auf die Vorabversion ("Release Candidate 1") von Windows 7 habe bei Microsoft die Zuversicht gestärkt, mit dem neuen System bereits am 22. Oktober auf den Markt zu gehen. In Kürze erhielten Kunden, die noch vor diesem Stichtag einen PC kaufen, eine kostenfreie Option, später auf Windows 7 aufzurüsten.
Fünf Windows 7-Versionen
Unternehmenskunden und Händler sollen bereits in der zweiten Juli- Hälfte Windows 7 in einer finalen Version (RTM, ready to manufacturing) erhalten, die sie frühzeitig in ihre Systeme integrieren können. Das neue Betriebssystem werde es in insgesamt fünf Versionen geben, darunter zwei Hauptversionen: "Consumer Home Premium" für Verbraucher und "Windows 7 Professional" für den Einsatz in Unternehmen. Eine "Starter"-Version ist speziell für den Einsatz in den kleinen, derzeit sehr populären Netbooks ausgelegt. Bislang nutzen die abgespeckten Rechner neben Linux-Betriebssystemen vorzugsweise Microsofts betagtes Windows XP, da Vista für einen reibungslosen Betrieb zu hohe Hardware-Anforderungen stellt.
Mit dem Anschluss von Peripheriegeräten wie Drucker oder Monitor soll es anders als beim Start von Vista keine Probleme geben. Alle von Vista unterstützten Geräte-Treiber würden auch von Windows 7 erkannt, sagte Microsoft-Mitarbeiter und Windows-Experte Daniel Melanchthon. Vista hatte Ende 2007 zum Start zahlreiche Nutzer verschreckt, da es vielfach zu Kompatibilitätsproblemen sowohl mit angeschlossenen Geräten als auch mit Arbeits-Software kam. Viele Verbraucher und Geschäftskunden hatten deshalb weiterhin auf das alte Windows XP gesetzt.

(Hayo Lücke)

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