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Microsoft: Windows 7 als "Piraten"-Edition

Microsoft klärt anlässlich des "Play Fair Day" über die Gefahren durch Softwarepiraterie auf. Die Schäden durch illegale Software gehen weltweit in die Milliarden. In einem ironischen Video preist Microsoft die "Windows 7 Ultimate Pirate Edition" an - im "BlueScreen-Design" und mit Absturzgarantie.

17.11.2011, 13:07 Uhr
Microsoft© Microsoft

Der US-Softwareriese Microsoft wirbt anlässlich des Play Fair Day für den legalen Erwerb von Software. Zusammen mit über 50 Initiativen weltweit will der Konzern bei den Verbrauchern nach eigenen Angaben ein stärkeres Bewusstsein für geistiges Eigentum schaffen. Die Ergebnisse einer von Microsoft in Auftrag gegebenen globalen Studie zeichnen ein düsteres Bild der durch Softwarepiraterie verursachten Schäden.

Langsames Wachstum in Schwellenländern

Der Wirtschaft in Schwellenländern wie Brasilien, Russland, Indien und China entgehe dadurch erhebliches Wachstum. "Das Potenzial von mehr als 1,5 Milliarden Dollar pro Jahr für die Volkswirtschaften dieser Länder sollte Grund genug sein, fair zu spielen – ganz unabhängig von allen anderen von Softwarepiraterie ausgehenden Gefahren für Unternehmen", betont David Finn von Microsoft, der weltweit für Produktpiraterie zuständig ist.

Eine weitere Studie, die 2010 Piracy Studie der BSA (PDF), weist die Schäden durch illegale Software für Industrienationen auf. Demnach könnte eine Reduzierung der Softwarepiraterie um 10 Prozent in Deutschland innerhalb weniger Jahre angeblich 12.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Zugleich könne sich der deutsche Staat über 1,7 Milliarden Euro zusätzliche Steuereinnahmen freuen, der Umsatz der deutschen Wirtschaft würde um gut acht Milliarden Euro steigen.

Microsoft Deutschland klärt Verbraucher hierzulande zudem mit einem ironisch überzeichneten Video über die von illegal verbreiteter Software ausgehenden Risiken auf. Im Clip preist Microsoft eine fiktive "Windows 7 Ultimate Pirate Edition" im neuen "BlueScreen-Design" mit "Absturzgarantie" und "automatischem Virenupdate" an. Standardmäßig sei der "Trojaner 4.0" mit an Bord.

Sicherheitsrisiken durch illegale Downloads

Laut einer Studie der Analysten von IDC wird bei 25 Prozent aller illegalen Downloads nicht nur die Software selbst, sondern unbewusst auch Malware auf en Rechnern installiert. Die illegalen Programme enthielten häufig Spyware und Viren, durch Sicherheitslücken würde der Diebstahl persönlicher Daten erleichtert.

(Jörg Schamberg)

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