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Microsoft wehrt sich: US-Behörden wollen E-Mail-Daten von Kunden aus Europa

Es ist ein Fall, der einschneidende Folgen für das Geschäft amerikanischer Internet-Riesen in Europa haben könnte. Eine US-Richterin bekräftigte, dass Microsoft den US-Behörden E-Mails herausgeben muss, die in Irland liegen. Microsoft kämpft dagegen.

01.08.2014, 13:28 Uhr (Quelle: DPA)
Microsoft© Microsoft

In einem wegweisenden Verfahren, bei dem es um die Herausgabe in Europa gespeicherter Nutzerdaten an US-Behörden geht, hat Microsoft einen Aufschub bekommen. Eine New Yorker Richterin bekräftigte zwar eine vorherige Entscheidung, der Software-Riese müsse einer US-Behörde die Inhalte des E-Mail-Accounts eines Kunden aushändigen, die auf einem Server in Irland lagern. Allerdings wurde der Vollzug für das Berufungsverfahren ausgesetzt. Die New Yorker Staatsanwaltschaft erklärte sich damit am Donnerstag einverstanden. Microsoft will bis zur letzten Instanz gegen die Herausgabe der Daten ankämpfen.

Rückendeckung von Apple, AT&T und Cisco

Nach der bereits im April gefallenen erste Entscheidung, dass Microsoft die E-Mails herausrücken müsse, bekam der Windows-Konzern Rückendeckung von anderen amerikanischen Technologie-Konzernen. Apple, der Netzwerk-Ausrüster Cisco sowie die Telekom-Firmen AT&T und Verizon unterstützten vor Gericht die Microsoft-Position. Sie argumentieren, dass eine direkte Herausgabe der Daten gegen europäisches Recht verstoßen würde.

Für die amerikanischen Internet-Unternehmen könnte es ein problematischer Präzedenzfall werden. Sie müssen seit Beginn des NSA-Skandals bereits um das Vertrauen der Kunden kämpfen.

(Marcel Petritz)

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