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Microsoft wehrt sich gegen Rekordbuße

Microsoft-Anwälte argumentieren vor dem EU-Gericht, dass Microsoft-Kunden auf die verhängten Auflagen mit einem Kaufboykott reagierten.

25.04.2006, 08:12 Uhr
Microsoft© Microsoft

Der US-Softwareriese Microsoft wehrt sich vor Gericht gegen eine von Brüssel verhängte Rekordbuße von einer halben Milliarde Euro. Vor dem europäischen Gericht erster Instanz in Luxemburg zogen Konzernanwälte zunächst die vor zwei Jahren verhängten Auflagen der EU-Kommission für das Betriebssystem Windows in Zweifel.
Auf von der EU-Kommission verhängte Auflagen für Windows reagierten die Microsoft-Kunden mit einem Kaufboykott, argumentierte Konzernanwalt Jean-François Bellis. Brüssel hatte dem Konzern unter anderem vorgegeben, sein Betriebssystem PC-Herstellern auch ohne das Abspielprogramm Media Player für Ton und Videos anzubieten.
Ohne Player? Keine Chance!
Die daraufhin im Sommer auf den Markt gebrachte Version XPN sei aber ein echter Flop, sagte der Anwalt. Kein einziger PC-Hersteller habe das System auf seinen Computern installiert. "Es gibt keine Nachfrage für Windows ohne Multimedia-Funktion", unterstrich er.
Die Große Kammer des EU-Gerichts hat bis Freitag fünf Tage für die Verhandlung angesetzt. Ob das Urteil noch in diesem Jahr verkündet wird, ist offen

(Hayo Lücke)

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