Security

Microsoft warnt XP-Nutzer: Ewige Gefahr durch Zero-Day-Exploits

Schon lange raten die Redmonder den letzten XP-Nutzern zum Umstieg, jetzt hat Microsoft vor der Schadcode-Gefahr nach dem Support-Ende im April 2014 gewarnt.

19.08.2013, 15:23 Uhr
Microsoft© Microsoft

Am 8. April 2014 beendet Microsoft den Support für Windows XP mit Service Pack 3. Danach wird das Betriebssystem, das 2001 erschienen ist, nicht mehr mit Sicherheits-Updates und Aktualisierungen versorgt. Schon lange raten die Redmonder den verbliebenen XP-Nutzern zum Umstieg, jetzt hat Microsoft noch einmal vor der Gefahr durch künftig auftretende Sicherheitslücken gewarnt.

Sicherheits-Features in XP veraltet

Nach dem Support-Ende erhalten die Anwender auch keinerlei Hotfixes oder kostenpflichtige Unterstützung mehr. Sicherheitsrelevante Schwachstellen, die nach diesem Datum offenkundig werden, bleiben dann unversorgt. Nun möchte der Software-Konzern auch die letzten Windows 7- und Windows 8-Verweigerer zum Umstieg auf ein neues Betriebssystem bewegen und lässt daher von Tim Rains in einem Microsoft Blog-Eintrag die möglicherweise aufkommenden Risiken beleuchten.

So behebe Microsoft Sicherheitslücken, die in einem Betriebssystem aufgetreten sind, gleich simultan in mehreren anderen Windows-Produkten, da potentielle Angreifer nach Erscheinen eines Updates gezielt nach einer solchen Verwundbarkeit suchen würden. Unternehmen, die bei Windows XP verblieben, hätten diesen Vorteil nicht mehr. Sobald Microsoft künftig Sicherheits-Updates für andere Windows-Betriebssysteme bereitstelle, würden Angreifer sich an die Arbeit machen, die adressierten Lecks im schutzlosen Windows XP auszumachen, um dann Schadcode zu entwickeln. "Windows XP wird im Grunde genommen für immer eine Anfälligkeit gegenüber Zero-Day-Exploits haben", schreibt Rains. Dass ein solches Szenario nicht zu weit hergeholt ist, untermauert das Unternehmen mit der Zahl der Sicherheits-Updates, die innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten für Windows XP veröffentlicht wurden: Zwischen Juli letzten und Juli dieses Jahres richteten sich 45 Aktualisierungen an das betagte System, 30 davon zusätzlich auch an Windows 7 und 8.

Die in XP eingebauten Sicherheits-Features wiederum seien auf dem Stand der Zeit, in der sie entwickelt wurden. Viele der heutzutage auftretenden Attacken würden sie nicht mehr abblocken können, auch, da sich die Angreifer auf Schwachstellen im Browser oder anderen Programmen konzentrierten.

(Saskia Brintrup)

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