Ausnutzung durch Hacker

Microsoft warnt vor zwei kritischen Sicherheitslücken in Windows

Vorsicht ist derzeit angesagt für Nutzer des Betriebssystem Windows. Zwei kritische Sicherheitslücken werden bereits ausgenutzt. Es reiche schon die Nutzung der Vorschaufunktion im Windows Explorer, um Malware auf den Rechner einzuschleusen.

Jörg Schamberg, 24.03.2020, 10:42 Uhr
Windows 10© Microsoft

Das Microsoft-Betriebssystem Windows ist aktuell durch zwei kritische Sicherheitslücken gefährdet. Der US-Konzern teilte mit, dass Hacker die Schwachstellen ausnutzen könnten, um Remote-Code auszuführen und Malware auf den Rechner einzuschleusen. Microsoft seien bereits begrenzte Attacken bekannt, die die bislang ungepatchten Schwachstellen in der Adobe Type Manager Bibliothek in Windows ausnutzen. Bislang kann der Software-Hersteller nur einen Workaround anbieten, ein Update ist noch nicht verfügbar.

Neben Windows 10 auch Windows 7 betroffen

Betroffen von den Sicherheitslücken sind sowohl Windows 10 , Windows 7, Windows 8.1, Windows RT 8.1 als auch verschiedene Versionen von Windows Server. Besonders brisant sind die Schwachstellen beispielsweise für Nutzer älterer Windows-Versionen wie Windows 7, da Microsoft privaten Nutzern keine Sicherheitsupdates mehr bereitstellt.

Gefahr droht auch bei Vorschau einer manipulierten Datei im Windows Explorer

Konkret ausgenutzt würden die Sicherheitslücken in Windows im Umgang mit Multi-Master Fonts im Adobe Type 1 Postscript Format. Gefahr drohe nicht nur beim Öffnen von manipulierten Dokumenten, sondern auch bereits bei Nutzung der Vorschaufunktion im Windows Explorer.

Microsoft arbeite bereits an einem Fix. Bis es soweit sei, lasse sich als Workaround etwa die Vorschau im Windows Explorer deaktivieren. Dies sei in wenigen Schritten möglich, wie das Unternehmen auf seiner Webseite erläutert.

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