Security

Microsoft warnt vor Leck im Internet Explorer

Ein vermeintliches Stabilitäts-Problem im Internet-Explorer könnte mehr Schaden anrichten als ursprünglich angenommen wurde.

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Der Software-Riese Microsoft hat vor einer neuen Sicherheitslücke in seinem Webbrowser Internet Explorer gewarnt. Betroffen sind alle Windows-Systeme mit Ausnahme von Server 2003 und Server 2003 mit Service Pack 1. Nach Angaben von Microsoft können sich Angreifer über böswillige Software oder Webseiten die lokalen Nutzer-Rechte aneignen und den PC fernzusteuern. Ist der administrativen Vollzugriff aktiviert könnte das böse enden.

Einstellungen prüfen

Ist die Sicherheits-Einstellung "Eingeschränkte Sites" im Internet Explorer angewählt, soll die Gefahr reduziert werden, da beim Lesen von HTML-E-Mails das "Active Scripting" unterbuden wird. Outlook Express 6, Outlook 2002 und Outlook 2003 sollen automatisch Seiten über die "Eingeschränkte Sites"-Funktion aufrufen. Outlook 98 und Outlook 2000 benötigen dafür das Outlook E-mail Security Update. Bei Outlook Express 5.5 Service Pack 2 muss das kumultative Sicherheits-Update MS04-018 installiert werden.

Einmal Scannen, bitte

Microsoft empfiehlt im Windows Live Safety Center einen "Full Service Scan" durchzuführen um mögliche Lecks und feindliche Software suchen und entfernen zu lassen. Weiterhin weist der Konzern seine Nutzer an, beim Öffnen von E-Mails Vorsicht walten zu lassen. Falls sich User von dem Problem betroffen fühlen, können sie sich für 12 Cent pro Minute bei der Microsoft Hotline unter 0180 5 67 22 55 melden.

Außerdem gibt der Branchenprimus bekannt, dass in Fällen von Sicherheits-Lecks, der direkte Kontakt mit dem Hersteller die beste Lösung sei, um schnellstmöglich Sicherheits-Updates zu entwickeln. Natürlich sei auch darauf zu achten, dass eine Firewall neben neuesten Software-Updates und einer aktuellen Anti-Virus-Software installiert ist.

Noch kein Patch verfügbar

Nach Angaben von Microsoft ist mit einem Sicherheits-Update nach Abschluss der Ermittlungen zu rechnen.

(Benjamin Windhoff)

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