Security

Microsoft verschärft Richtlinien für Adware

Microsoft hat die Definition von Adware aktualisiert. Anhand einer Kriterienliste lassen sich Anwendungen identifizieren, die von den Malware Removal Tools des US-Konzerns aus dem Windows-System entfernt werden.

09.04.2014, 09:01 Uhr
Microsoft© Microsoft

Microsoft hat die Definition von Adware überarbeitet, auf deren Basis die konzerneigenen Malware Removal Tools unerwünschte Anwendungen von einem Windows-System entfernen. Der Software-Konzern führt laut einem Bericht des britischen Tech-Portals "The Register" eine Liste mit verschärften Kriterien auf, mit deren Hilfe sich die in der Regel werbeüberladene Adware leicht identifizieren lasse.

Software zeigt "unerwünschtes Verhalten"

Demnach sieht Microsoft Anwendungen als Adware an, wenn die Software beispielsweise die Privatsphäre des Nutzers nicht respektiert, unangemessen und aus dem Zusammenhang gerissen ist oder das Programm "unerwünschtes Verhalten" an den Tag legt. Auch Beschwerden von Verbrauchern würden in die neue Klassifizierung von Adware einfließen.

Microsoft brandmarkt künftig außerdem alle Anwendungen, die ihre wahren Absichten verbergen, sich selbst installieren, Browserfenster ohne Erlaubnis öffnen und Suchanfragen blockieren bzw. umleiten. Als kritisch betrachtet das US-Unternehmen vor allem auch Software, die sich fälschlicherweise als Microsoft-Programm ausgibt. Verdächtig sind Anwendungen, die Webseiten-Inhalte ohne Zustimmung des Nutzers manipulieren.

Anwendung muss wieder deinstallierbar sein

Microsoft setzt darüber hinaus einige Mindestanforderungen an die Software fest. Der Vertreiber der Anwendung muss klar identifizierbar sein, Werbefenster müssen sich vom Nutzer schließen und das Programm sich unter dem angegebenen Namen auch wieder vollständig deinstallieren lassen.

(Jörg Schamberg)

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