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Microsoft verpasst Bing viele Updates

Um sich im Suchmaschinengeschäft gegen das Schwergewicht Google durchzusetzen, hat sich Microsoft Bing vorgeknöpft und aktualisiert. Bing rückt unter anderem näher an Facebook heran, hilft iPhone-Nutzern bei der Buswahl und gewährt Einblicke in Restaurants.

18.12.2010, 09:01 Uhr
Microsoft© Microsoft

Microsoft hat an seiner Suchmaschine gefeilt und im Bing Blog zahlreiche kleine und größere Neuigkeiten verkündet. Insbesondere in Bing Maps, Microsofts Antwort auf Googles Kartendienst Maps, hat sich einiges getan.

Bing kuschelt mit Facebook

Die Bing-Suche wird demnächst noch stärker mit Facebook verknüpft. Ist der Bing-Nutzer Mitglied in dem sozialen Netzwerk, wird er in Microsofts Suchmaschine eventuell auf Einträge stoßen, die seine Facebook-Freunde zuvor per Klick auf den Like-Button als gut bewertet haben. Diese Suchergebnisse werden dann besonders hervorgehoben. Für Nutzer aus den USA fügt der Software-Riese zudem eine Möglichkeit hinzu, um Tickets für Sportveranstaltungen zu kaufen. Zusammen mit FanSnap bietet Bing über den Event-Bereich eine Stadion-Ansicht an, über die sich aus 57 verschiedenen Ticket-Verkäufern der beste oder günstigste ermitteln lässt.

Updates für Bing Maps, Streetside für das iPhone

Bing Maps wurde bereits im August überarbeitet, seitdem sammelt Microsoft Feedback von den Nutzern und hat viele der Kundenwünsche nach eigenen Angaben im neuem Update berücksichtigt. Microsoft hat zum Beispiel die Anzahl der sichtbaren Städte pro Zoomlevel erhöht und die Unterscheidung von großen und kleinen Städten vereinfacht. Bing Maps für Smartphones würde darüber hinaus um Microsoft Streetside ergänzt, das analog zu Google Streetview Panoramabilder anzeigt.

Die zweite große Neuerung für Bing for Mobile sind Echtzeit-Transit-Informationen, die in die App für das iPhone Einzug erhalten: In einem Video erläutertet Microsoft, wie sich mit Hilfe der bereitgestellten Daten herausfinden lässt, welcher Bus sich gerade wo befindet und zu welcher Haltestelle sich der Nutzer am besten begibt, um die nächste Transportmöglichkeit zu erwischen. Auch dieses Feature beschränkt sich auf die USA, Transit-Daten stehen für Seattle, Boston und San Francisco bereit. In Deutschland soll Bing Streetside erst im kommenden Jahr starten. Auch die Android-App von Bing wurde aktualisiert, hat dieses Feature aber nicht erhalten.

Zu den komplett neuen Features von Bing Local gehört zum Beispiel Interior Views: Örtliche Geschäfte wie Restaurants lassen sich nun von innen im 360-Grad-Panorama erkunden, indem der Nutzer auf das Thumbnail auf der Detail-Seite klickt. Microsoft kooperiert hierzu mit EveryScape Eats und nutzt für die Darstellung Silverlight. Aktuell sollen rund 5.000 Restaurants, vor allem rund um die US-Stadt Boston, verfügbar sein. In Lokalen, die dem OpenTable-Netzwerk angeschlossen sind, kann zudem direkt per Klick ein Tisch reserviert werden.

(Saskia Brintrup)

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