Neue Konsolengeneration

Microsoft veröffentlicht Xbox Series S und Xbox Series X

Microsoft startet gleich mit zwei Modellen in eine neue Konsolengeneration und kommt damit der Sony PlayStation 5 zuvor. Die starke Hardware ist für 4K ausgelegt, exklusive Spiele-Highlights sucht man aber noch vergeblich.

Christoph Liedtke, 10.11.2020, 13:36 Uhr
Xbox Series X Series SDie neuen Konsolen von Microsoft: Xbox Series S (links) und Xbox Series X (rechts).© Microsoft

Microsoft läutet am heutigen Dienstag (10. November 2020) mit der Xbox Series S und Xbox Series X den Start der neuen Konsolengeneration ein. Sieben Jahre nach der Veröffentlichung der Xbox One und drei Jahre nach der leistungsstärkeren Xbox One X, stehen zum Start erstmals zwei Neulinge bereit, von denen aber nur die Series X als "Next-Gen-Konsole" bezeichnet werden kann.

AMD befeuert beide Systeme

Beide Modelle setzen wie auch die vorigen Konsolen auf angepasste AMD-Chips. Unter der Haube schlummern jeweils achtkernige Zen-2-Prozessoren mit Multithreading und Taktraten zwischen 3,4 und 3,8 GHz. Dazu gesellen sich 16 GB (Series X) beziehungsweise 10 GB (Series S) Arbeitsspeicher.

Beim Grafikchip handelt es sich um die neueste Radeon-Generation namens RDNA 2, die erst frisch für Computerspieler vorgestellt wurde und erstmals auch Raytracing zur realistischeren Darstellung von Licht, Schatten und Reflexionen unterstützt. Die GPU der Series X ist mit 12,15 TFLOPS dabei knapp dreimal leistungsfähiger als die der Series S.

Die hohe Grafikleistung wird für die angestrebte 4K-Auflösung bei 60 fps der Series X beziehungsweise 1440p bei 60 fps für die Series S auch notwendig. Die Xbox-Modelle lassen sich zudem auch in niedrigerer Auflösung betreiben und können, ein entsprechendes Ausgabegerät vorausgesetzt, auch bis zu 120 Bilder pro Sekunde darstellen.

SSDs verkürzen Ladezeiten drastisch

Eine für die Spieler vermutlich am stärksten spürbare Neuerung dürfte der Wechsel von einer herkömmlichen Festplatte zu einer NVMe-basierten SSD werden. Der schnelle Flashspeicher überträgt Daten mit mehreren Gigabyte pro Sekunde, so reduzieren sich etwa Spielstarts und Ladezeiten um ein Vielfaches.

Die Xbox Series X verkauft Microsoft für unverbindliche 499 Euro, für die leistungsschwächere und ohne Blu-Ray-Laufwerk ausgestattete Series S werden hingegen nur 299 Euro fällig. Zum Start der neuen Konsolen fehlt es jedoch an richtigen "Systemsellern", also Spielen, die die neue Hardware wirklich ausreizen. Trotz eines fehlenden Halo oder Forza können sich Spieler vorerst auf eine gute Abwärtskompatibilität und einige extra angepasste Spiele der letzten Generation freuen.

Und obwohl Sony seine PlayStation 5 am 19. November 2020 nur kurze Zeit später veröffentlicht, wird ein richtiger Showdown erst für das kommende Jahr erwartet. Denn auch die Japaner haben zum Start keinen Triple-A-Titel parat, der die Konsolenverkäufe stark befeuern könnte, und in Sachen Leistungsfähigkeit sind sich Series X und PlayStation 5 nahezu ebenbürtig.

Günstige Internet-Tarife finden
Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang