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Microsoft verliert Prozess um Namen "Skydrive"

Der britische Pay-TV-Sender BSkyB hat einen Prozess gegen Microsoft gewonnen, demzufolge mit dem Namen "Skydrive" die eigenen Namensrechte verletzt würden.

01.07.2013, 12:20 Uhr
Microsoft© Microsoft

Der größte europäische Pay-TV-Sender BSkyB hat einen Prozess vor dem "England and Wales High Court" gewonnen. Das Urteil besagt, dass Microsoft mit dem Namen "Skydrive" seines Cloudspeichers die Namensrechte von BSkyB verletze. Der teilweise zu Rupert Murdochs News Corp. gehörende Sender hatte sich am Namensbestandteil "Sky" gestört. Dies berichtet das US-Blog TechCrunch.

Der Prozess könnte weitergehen

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, im nächsten Schritt wird die Höhe von Strafzahlungen festgelegt, die Microsoft bei Missbrauch zahlen muss. Das Unternehmen kann aber auch gleichzeitig Argumente für die Aufnahme eines Berufungsverfahren vortragen. Der Rechtsstreit schwelt seit Juni 2011.

Wenn es bei dieser Entscheidung bleibt, muss Microsoft sich entweder einen neuen Namen ausdenken oder kräftig Gebühren zahlen. Das Urteil bezieht sich auf die Nutzung des Namens "SkyDrive" in ganz Europa.

BSkyB mit eigenem Onlinespeicher

Der Sender BSkyB hat sich bei der Verbreitung seiner Inhalte nicht allein an das TV-Kabel gebunden, sondern streamt diese auch über das Internet. Zwischen 2008 und 2011 wurde sogar ein eigener Cloudspeicher unter dem Namen "Sky Store & Share" angeboten.

Microsoft hatte im Prozess versucht, sowohl die Markenrechte von BSkyB zu entwerten als auch aufzuzeigen, dass keine Verwechslungsgefahr bestehe.

(Peter Giesecke)

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