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Microsoft und Facebook trommeln für Mega-Fusion

AT&T will T-Mobile übernehmen und bekommt in diesem Zusammenhang ordentlich Unterstützung. Namhafte Unternehmen wie Microsoft, Facebook und Yahoo befürworten die Zusammenschluss-Pläne.

07.06.2011, 15:09 Uhr (Quelle: DPA)
Facebook © Facebook

Der US-Telekommunikationsriese AT&T hat bei seinem geplanten Kauf der Telekom-Tochter T-Mobile USA Rückendeckung von einer Reihe namhafter Technologiekonzerne bekommen. Microsoft, Facebook, Yahoo und andere Größen der Internet-Branche sprachen sich gegenüber den Wettbewerbshütern für die Übernahme aus, weil nur dann ein zügiger Ausbau des überlasteten amerikanischen Mobilfunknetzes gewährleistet sei.

Namhafte US-Konzerne drängen auf Zustimmung

"Heutzutage nutzen die Verbraucher immer mehr Smartphones, Tablet Computer, Laptops und andere mobile Geräte, um sich drahtlos mit dem Internet zu verbinden", gaben die Tech-Größen am späten Montag (Ortszeit) in einem offenen Brief an den amerikanischen Netzregulierer FCC zu bedenken. Die Netze seien dem Ansturm kaum noch gewachsen. "Der Kauf von T-Mobile durch AT&T stellt eine kurzfristige Möglichkeit dar, der steigenden Nachfrage Herr zu werden." Die FCC müsse deshalb die Fusion genehmigen, forderten die Konzerne.

Selbst in Metropolen wie New York gehören abbrechende Telefonate, ein schlechter Empfang und langsame Datenverbindungen zum Alltag. AT&T hat versprochen, die Netze nach dem Kauf zu einem Preis von 39 Milliarden Dollar zusammenzulegen und auszubauen. Zuerst einmal müssen aber die Wettbewerbshüter der Übernahme zustimmen; neben der FCC ist das auch das Justizministerium. Das Verfahren dürfte sich aber noch bis Anfang 2012 hinziehen.

Sprint Nextel ist mit Fusion nicht einverstanden

Der drittgrößte Mobilfunkanbieter des Landes, Sprint Nextel, läuft Sturm gegen das Geschäft. Durch den Verkauf blieben von vier noch drei landesweit vertretene Mobilfunkanbieter übrig, wobei zwei davon - AT&T und Verizon - den Markt dominieren würden. Sprint wäre der kleine Außenseiter. Die Deutsche Telekom will sich zurückziehen, weil die Tochter T-Mobile USA derzeit als Nummer vier den Großen hoffnungslos unterlegen ist. In vielen Teilen des riesigen Landes bekommt man mit T-Mobile gar keinen Empfang.

(Hayo Lücke)

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