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Microsoft Surface startet "bescheiden" - High-End-Version mit Core i5 kommt

Kommt das High-End-Surface noch vor Weihnachten? In den ersten drei Monaten nach Marktstart von Windows 8 soll ein Surface mit Intel Core i5, 4 GB RAM und bis zu 128 GB Festplatte an den Start gehen. Wird damit der "bescheidene" Start des Microsoft-Tablets überwunden?

12.11.2012, 18:10 Uhr
Microsoft© Microsoft

Mit dem Surface hat Microsoft vor Kurzem ein eigenes Tablet an den Start gebracht. Der Software-Riese möchte damit Stärke signalisieren und im Kampf um Marktanteile mit iPad und zahlreichen hochwertigen Android-Tablets gleichziehen. Wie Microsoft-Chef Steve Ballmer jetzt einer französischen Zeitung sagte, sei die Einführung des Surface bisher "bescheiden" abgelaufen. Dafür gäbe es allerdings Gründe. Schon bald kommt zudem eine High-End-Version in die Läden, die von den Spezifikationen her den Markt gehörig durcheinander wirbeln könnte.

"Bescheidener" Verkaufsstart

Das Microsoft Surface verfolgt ein klares Ziel. Seit Jahren führt Microsoft sein umfangreiches Software-Portfolio mit Windows, Office oder Server als Zugpferd an und war damit stets erfolgreich. Das Geschäft mit eigenständig entwickelten und produzierten Eingabegeräten lief parallel, allerdings unter weitaus geringerer Beobachtung, wie das Software-Pendant. Nun soll alles anders werden und Microsoft schickt das Surface an, um auch in Sachen Hardware aufzufallen. Ein mobiler Computer mit Microsoft-Logo - das gab es noch nie. Umso verständlicher, dass die Erwartungen groß sind. Insbesondere auf einem Markt, auf dem Apple klar dominiert.

Microsoft-Chef Steve Ballmer sagte nun zur französischen Tageszeitung LeParisien, die Verkäufe des Surface liefen "bescheiden" an. Das "historische und einzigartige" Gerät trifft also keinesfalls die hohen Erwartungen, die Microsoft sich selbst gesteckt hat? Nicht doch. Ballmer fügt in dem Interview hinzu, dass dies an den noch unzureichend ausgeprägten Vertriebsstrukturen und Fertigungskapazitäten läge. So ist das Surface bisher nur online sowie in wenigen US-amerikanischen Vertriebsstellen zu haben. Konkrete Verkaufszahlen nannte Ballmer nicht.

In Widerspruch dazu stehen jüngste Meldungen, nach denen das Surface-Tablet bereits kurz nach dem Verkaufsstart im Onlineshop nicht mehr verfügbar war. Diese Angebotsknappheit sei "ein gutes Zeichen" und von Microsoft eingeplant, so Ballmer. Man werde dieses Problem zeitnah beheben.

High-End-Surface kommt

Das aktuelle Microsoft Surface kostet mit 32 Gigabyte Speicher und Windows RT 479 Euro. Mit schwarzem Touch-Cover, das gleichzeitig als Tastatur dient, steigt der Preis um 100 Euro (579 Euro). Das derzeitige Topmodell mit 64 GB Speicher und Touch-Cover schlägt mit 679 Euro zu Buche. Der 5-Punkte-Touchscreen misst 10,6 Zoll, das Gehäuse ist aus Magnesium gefertigt. Insgesamt bringt das Surface 680 Gramm auf die Waage. Im Inneren des Surface arbeitet ein NVidia Tegra T30 SoC neben zwei GB Arbeitsspeicher. Der Akku soll unter Last bis zu acht Stunden durchhalten

In den drei Monaten nach dem Marktstart des Surface soll nach Aussage des Microsoft-Managers jetzt eine High-End-Version mit Intel Core i5-Prozessor nachgereicht werden - da das Surface zusammen mit Windows 8 am 26. Oktober dieses Jahres startete, könnte dies sogar noch vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft sein. Die Hardware-Spezifikationen sind schon jetzt der Microsoft-Website zu entnehmen. Die Größe des Touchscreens bleibt mit 10,6 Zoll identisch, allerdings sind bis zu zehn parallele Eingaben möglich. Der Speicher ist je nach Modell entweder 64 oder 128 GB groß, als Prozessor dient ein Intel Core i5 der dritten Generation mit Intel HD 4000-Grafikeinheit. Der Arbeitsspeicher misst satte vier Gigabyte.

Besonders interessant ist, dass Windows 8 Pro zum Einsatz kommt. Dies erlaubt den vollwertigen Funktionsumfang eines Notebooks oder PCs, und dies in einem nur 900 Gramm leichten Tablet. Wenn der Preis stimmt, könnte Microsoft hier ein großer Wurf gelingen - und das High-End-Surface die verteilt geglaubten Karten im Tablet-Markt neu mischen.

(Michael Müller)

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