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Microsoft stellt zahlreiche Vista-Flicken bereit

Auch ohne Patchday hat Microsoft insgesamt neun Software-Flicken für Windows Vista-Besitzer herausgegeben. Sie beheben die unterschiedlichsten Probleme, die bei dem im Januar auf den Markt gekommenen Betriebssystem aufgetreten sind.

29.06.2007, 13:25 Uhr
Microsoft© Microsoft

Seit Ende Januar ist das neue Microsoft-Betriebssystem Microsoft Vista auf den Markt. Es war abzusehen, dass es nicht lange dauern würde, bis die ersten Probleme gelöst und Sicherheitslücken gestopft werden müssen. Nun hat Microsoft insgesamt neun Software-Flicken herausgegeben. Unabhängig vom nächsten Patchday, der am 10. Juli ins Haus steht, können diese manuell über die Windows Update-Seite geladen werden. Alternativ stehen sie auch über den automatischen Windows Update-Service zur Verfügung.
Echtheitsprüfung bei 32-Bit
Nur bei der Windows Vista 32-Bit-Version wird eine Echtheits-Zertifizierung des Betriebssystems vorgenomen, bei der 64-Bit-Version entfällt diese Prüfung. KB 935652 behebt Probleme im Windows Vista Media-Center. Nicht ordnungsgemäße Aktualisierungen des Desktop werden mit KB 932406 behoben. KB 931836 sorgt dafür, dass der Computer das richtige Datum einstellt. Durch veränderte Sommerzeitgesetze in einigen Ländern wurde dieses Update notwendig. KB 938637 soll ein bisher aufgetretenes Problem im Zusammenhang mit dem Eingabemethoden-Editor 10 lösen. Das Benutzerwörterbuch konnte nicht verwendet werden, wenn gleichzeitig der Internet Explorer 7 im geschützten Modus ausgeführt wird.
Nach der Anmeldung eines Computers trat ein weiteres Problem auf, das durch eine Zeitüberschreitung bei der 802.1X-Netzwerkauthentifizierung auftrat. Dadurch konnte keine Netzwerkverbindung mehr hergestellt werden kann. KB 937123 löst dieses Problem. KB 937077 behebt die Störung, dass High Definition Audio-Geräte (HDA) nach dem Standby- oder Ruhemodus nicht mehr funktionierten. Beim Start des Internet Explorer 7 wurden teilweise Fehlermeldungen angezeigt. KB 935855 schafft Abhilfe. Nur für die 64-Bit-Version zur Verfügung gestellt wurde KB 938637. Es behebt ein Problem, bei dem private Daten der DEVMODE-Datenstruktur von Windows beschädigt werden, wenn eine 32-Bit-Anwendung zum Drucken eines Dokuments im RAW-Modus verwendet wird. Ein weiteres Update KB 929824 schafft Abhilfe bei einem Problem, bei dem eine Verbindung mit Off-Link-Adressen nicht hergestellt werden kann, wenn der Standardgateway mit derselben IP-Adresse wie der Client konfiguriert ist.
Gefälschtes Security Bulletin
Aber auch mit angeblichen Security Bulletins versuchen Computer-Hacker ihr Glück. Das angeblich neu entdeckte Sicherheitsproblem im Mailprogramm Microsoft Outlook soll die Nummer "MS07-0065" tragen. Die verschickten E-Mails tragen die Betreffzeile "Microsoft Security Bulletin MS07-0065 - Critical Update", Absender soll "Microsoft Corp." sein. Die Mails wirken sehr realitätsnah, wird der Empfänger doch mit seinem kompletten Namen angesprochen. Der in der E-Mail enthaltene Link führt aber nicht auf die Microsoft-Homepage, sondern auf einen fremden Web-Server. Dort wird die 20 Kilobyte große Datei "MSOUTRC2007Update-KB863892.exe" geladen. Dahinter verbirgt sich ein Trojaner, der sich als angeblicher "Spyware Doctor" um Sicherheitsbelange des Besitzers kümmern will. In Wirklichkeit lädt das Schadprogramm weitere Malware aus dem Internet.

(Stefan Hagedorn)

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