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Microsoft Singularity: Neues OS aus Redmond

Microsoft forscht an einem neuen Betriebssystem. Im Vordergrund von "Singularity" steht dabei die Verlässlichkeit des Systems.

08.11.2005, 10:01 Uhr
Microsoft© Microsoft

Wie sähe eine Software-Plattform aus, wenn sie von Grund auf mit dem Hauptziel der Verlässlichkeit programmiert würde? Diese Frage stellt sich der Fachbericht des "Singularity-Projekts" von Microsoft. Dahinter verbirgt sich ein komplett neu geschriebenes Betriebssystem, an dem die Redmonder arbeiten.
Einzigartig
Bei Singularity (auf Deutsch "Einzigartigkeit") liegt das Hauptaugenmerk auf der Verlässlichkeit und Stabilität des Systems. Die Geschwindigkeit ist dagegen zweitrangig. Mit dem allseitsbekannten Windows hat das Forschungsprojekt wenig zu tun. Singularity wird von Grund auf neu programmiert. Als Compiler wird für das neue Betriebsystem Sing# verwendet, welches von der C#-Erweiterung Spec# abgeleitet wurde.
So genannte Software Isolated Processes (SIP) sollen die gewünschte Verlässlichkeit erreichen. Einzelne Programme laufen so in geschlossenen Objekt-Räumen getrennt voneinander. Dadurch soll eine Fehlerbehandlung pro Objekt-Raum möglich sein. Untereinander verständigen sich die Objekte über eine Schnittstelle. Es soll ebenfalls möglich sein, dass Informationen eines Objekts anderen verborgen bleiben.
Kommerzialisierung fraglich
Ob Singularity jemals als eigenes Betriebssystem auf den Markt kommen wird, ist ungewiss. Bislang besteht für das Projekt kein Kommerzialisierungs-Zwang. Sollte es nicht dazu kommen, ist es denkbar, dass zumindest Teile des neuen Codes für andere Microsoft-Produkte verwendet werden.

(Christopher Bach)

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