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Microsoft: Online-PC-Verkauf überraschend gestartet

Microsoft verkauft ab sofort auch Computer - allerdings bisher nur über den Online-Shop in den USA. Zum Start locken satte Rabatte und Sonderaktionen.

23.10.2009, 16:31 Uhr
Microsoft© Microsoft

Was bei Apple als Geschäftsmodell bereits seit längerem Gang und Gäbe ist, hält nun auch bei Microsoft Einzug - allerdings vorerst nur in den USA und in abgewandelter Form. Denn seit Donnerstag führt der US-Online-Shop des Unternehmens neben den üblichen Microsoft-Hardwareprodukten auch PCs, Notebooks und Netbooks von Drittherstellern. Auch der erste Microsoft-Laden wurde in Arizona eröffnet. Offenbar sollen Verbreitung und Absatz von Windows 7 sowie weiterer Microsoft-Produkte so zusätzlich gesteigert werden. Ähnliches könnte auch für andere Länder geplant sein - für Deutschland erteilte Microsoft jedoch eine Absage.
Rabattangebote zur Eröffnung
Um potentiellen Interessenten in den USA die Kaufentscheidung zu erleichtern, lockt Microsoft zu Beginn mit großzügigen Eröffnungsangeboten. Für begrenzte Zeit erhält jeder Käufer eines neuen Computers einen HP Deskjet D1660-Tintenstrahldrucker im Wert von knapp 30 Dollar geschenkt. Zudem entfallen die Versandkosten. Mit einer weiteren Rabattaktion sollen die Käufer auch auf dem Zweitrechner zu einem Umstieg auf Windows 7 bewegt werden. Jeder gekaufte PC berechtigt daher bis Anfang Januar zum Erwerb einer zusätzlichen Upgrade-Version von Windows 7 für weniger als die Hälfte des Originalpreises.
Die Auswahl an entsprechender Hardware in Microsofts Internet-Store ist jedoch noch recht beschränkt. Das verfügbare Angebot besteht derzeit aus zehn Laptops, drei Netbooks sowie einem PC. Die dominierenden Hersteller sind hier Dell, Lenovo und Sony. Aber auch Acer und HP sind mit Geräten vertreten. Wie die Suchoptionen des Portals erahnen lassen, ist allerdings eine Erweiterung um zusätzliche Produkte geplant.
Verkauf in Deutschland derzeit nicht geplant
Gemeinsam ist allen Computern ein umfangreiches Software-Paket. Neben Windows 7 in der 32-Bit oder 64-Bit-Version sind dabei verschiedene - allerdings meist ohnehin kostenfreie - Programme von Microsoft sowie verschiedenen Drittanbietern vorinstalliert - darunter etwa "Bing 3D Maps", "Windows Live Family Safety" oder das "Windows Media Center". Die aktuellen Preise für Notebooks beginnen bei 599 Dollar, Netbooks sind bereits ab 350 Dollar (etwa 232 Euro) zu haben. Der bisher einzige verfügbare Desktop-Computer, ein Lenovo A600, schlägt mit 999 Dollar zu Buche.
Update:
Im deutschen Online-Shop der Redmonder bleibt vorerst alles beim Alten. Auf Anfrage von onlinekosten.de teilte Microsoft Deutschland mit, es sei derzeit nicht geplant, in Deutschland PCs über den Microsoft-Store zu vertreiben.

(Christian Wolf)

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