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Microsoft nimmt Kampf gegen Raubkopierer auf

Ein spezielles Büro in Bosnien-Herzegowina soll die dort besonders stark verbreitete Software-Praterie bekämpfen.

02.03.2006, 12:46 Uhr
Microsoft© Microsoft

Der US-Konzern Microsoft will mit einem eigenen Büro in Bosnien-Herzegowina die dort besonders stark verbreitete Software-Piraterie bekämpfen.
"Rund 70 Prozent des Software-Marktes in Bosnien-Herzegowina ist illegal", sagte Goran Radman, Microsoft-Manager für Südosteuropa, am Dienstag in Sarajevo. Im europäischen Durchschnitt seien es nur 30 Prozent. Durch das neue Büro hoffe das Unternehmen, den Anteil der Raubkopien binnen fünf Jahren auf 50 Prozent zu drücken.
Kampf der Raubkopie
Bereits im vergangenen November hatte Microsoft eine Kampagne in der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik gestartet und seine Programme mit einem 40-prozentigen Preisnachlass angeboten. Anfang dieses Jahres vereinbarten überdies Microsoft-Gründer Bill Gates und der bosnische Regierungschef Adnan Terzic, Verhandlungen über eine künftige Zusammenarbeit zu beginnen.
In Bosnien-Herzegowina existieren zwar Gesetze zum Schutz von Urheberrechten, doch mangelt es laut Microsoft an der Durchsetzung. Aus dem Unternehmen hieß es, dass selbst bosnische Behörden mit Raubkopien arbeiteten, obwohl deren Software zum Teil durch ausländische Gelder finanziert worden sei.

(Hayo Lücke)

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