Security

Microsoft nimmt Kampf gegen Phisher auf

Vor einem US-Bezirksgericht wurden gleich 117 Klagen eingereicht, um die Identität von Online-Betrügern herauszufinden.

04.04.2005, 14:00 Uhr
Microsoft© Microsoft

Jetzt geht es den Phishern an den Kragen: Der US-Softwareriese Microsoft geht auf gerichtlichem Wege gegen Online-Betrüger vor, die über gefälschte Internetseiten an persönliche Daten wie Kreditkartennummern von ahnungslosen Internetnutzern zu gelangen versuchen.
Wer steckt hinter Attacken?
So genanntes Phishing hat in den vergangenen Monaten immer weiter zugenommen und machte in Deutschland unter anderem der Postbank zu Schaffen. Microsoft teilte nun mit, dass bei einem US-Bezirksgericht im Bundesstaat Washington insgesamt 117 Klagen gegen Internet-Sites eingebracht wurden, von denen in der Vergangenheit Phishing-Attacken ausgegangen sind. Da die Betreiber der Pages unbekannt sind, wurden die Klagen als so genannte "John-Doe-Klagen" eingebracht. Zweck der Übung sei es, die Identität der Betreiber festzustellen.
Phishing, das Ausspionieren von Passwörtern besonders über E-Mails, wird zunehmend von der Öffentlichkeit als Bedrohung der Internet-Nutzer wahrgenommen. "Phisher" locken ihre ahnungslosen Opfer auf gefälschte Websites, wo die User dann dazu verleitet werden, heikle persönliche Informationen wie Kreditkarten- oder Sozialversicherungsnummern preiszugeben.
Betrüger sollen vor Gericht
Der Zweck der nunmehr von Microsoft eingebrachten Klagen ist es herauszufinden, wer für diese gefälschten Websites, die Sites von Banken oder Kreditkartenunternehmen täuschend echt nachempfunden sind, verantwortlich ist. Die Betreiber sollen dann in einem zweiten Zug vor Gericht gestellt werden. Neben der juristischen Front arbeitet Microsoft auch an Technologien, die User vor Spam und Spyware besser schützen sollen.

(Hayo Lücke)

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