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Microsoft landet Volltreffer mit Windows und Office

Der Umsatz sprang im abgelaufenen Quartal um 25 Prozent auf noch nie erreichte 16,2 Milliarden Dollar (11,6 Milliarden Euro). Der Gewinn sprang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 51 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar.

28.10.2010, 23:03 Uhr (Quelle: DPA)
Microsoft© Microsoft

Allen Unkenrufen zum Trotz hat Microsoft ein neuerliches Rekordquartal hingelegt. Der Softwarekonzern hat den Erfolg seines Betriebssystems Windows 7 mit seinem neuen Büropaket Office 2010 kopieren können. Dadurch stieg im ersten Geschäftsquartal (Ende September) der Umsatz um 25 Prozent auf noch nie erreichte 16,2 Milliarden Dollar (11,6 Milliarden Euro). Der Gewinn sprang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 51 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar.

Ein außergewöhnliches Quartal

"Das war ein außergewöhnliches Quartal", sagte der fürs Tagesgeschäft zuständige Vorstand Kevin Turner am Donnerstag in Redmond (US-Bundesstaat Washington). Vor allem die Firmenkunden hätten kräftig zugeschlagen, auch bei der Software für Großrechner und bei Datenbank-Anwendungen. Die Privatkunden indes griffen verstärkt zur Spielekonsole Xbox 360. Nachbörslich stieg die Aktie um 1 Prozent.

Das meiste Geld bringt immer noch Windows 7. Fast die Hälfte des Gewinns stammt von dem Betriebssystem, das nach dem Misserfolg des Vorgängers Vista eingeschlagen hatte wie eine Bombe. Windows 7 ist seit gut einem Jahr auf dem Markt und schon heute das erfolgreichste Windows aller Zeiten mit mehr als 240 Millionen verkauften Lizenzen. Das Kunststück gelang Microsoft, obwohl sich der Boom bei den PC-Verkäufen im abgelaufenen Quartal abgeschwächt hatte.

Windows- und Office-Gewinne steigen kräftig

Der operative Gewinn bei Windows stieg um 25 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar; in der Geschäftskunden-Sparte mit Office sprang das Ergebnis um 20 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar. Die Software wird zumeist gleich mit einem neuen Computern ausgeliefert. Nach dem Stillstand in der Wirtschaftskrise tauschen vor allem Firmen derzeit ihre Rechner aus.

Microsoft-Finanzchef Peter Klein sieht den Trend ungebrochen und sprach von einem "gesunden Zyklus". Dagegen hatten Marktforscher und Hardware-Hersteller die Sorge geschürt, dass sich der Boom bei den Computerverkäufen deutlich abschwächt. Apple-Chef Steve Jobs hat sogar schon den Abgesang auf den PC angestimmt und sieht in mobilen Geräten wie dem Tablet-Computer iPad die Zukunft.

(Hayo Lücke)

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