Security

Microsoft: Kritische Lücke in Internet Explorer - kein Patch für Windows XP

Für das veraltete Betriebssystem Windows XP ist erstmals eine Sicherheitslücke entdeckt worden, die von Microsoft nicht mehr gestopft wird. Der Fehler betrifft den Webbrowser Internet Explorer für alle gängigen Windows-Systeme.

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Für das veraltete Betriebssystem Windows XP ist erstmals eine Sicherheitslücke entdeckt worden, die von Microsoft nicht mehr gestopft wird. Der Fehler betrifft den Webbrowser Internet Explorer für alle gängigen Windows-Systeme. Die Schwachstelle wird derzeit noch untersucht; Microsoft will in Kürze einen Patch für die übrigen Windows-Versionen ab Vista bereitstellen.

Kein Update für XP-Nutzer

Die Unterstützung für XP hatte das Unternehmen am 8. April endgültig eingestellt und zum Stichtag noch einmal zwei Löcher gestopft. Seither gibt es keinen offiziellen Schutz mehr für das über 14 Jahre alte Betriebssystem. Nutzer sind den Angriffen damit ungeschützt ausgeliefert.

Die am Wochenende neu entdeckte Sicherheitslücke betrifft Microsoft Internet Explorer ab Version 6. Die Schwachstelle bestehe aus einem fehlerhaft programmierten Zugriff auf den Speicher, teilte das Unternehmen mit. Über eine präparierte Website, die der Nutzer mit dem Internet Explorer ansteuert, könne sich ein Angreifer Zugang zum Rechner verschaffen, dort Malware ausführen und möglicherweise sogar die Kontrolle über den Computer übernehmen.

Die Schwachstelle wird bereits aktiv ausgenutzt. Die Angriffe konzentrierten sich laut dem Sicherheitsdienst FireEye, der die Schwachstelle entdeckte, jedoch vorerst auf die Versionen 9 bis 11 des Internet Explorers. Nutzern rät Microsoft zur Vorsicht beim Anklicken von Links etwa in E-Mails, die ihn auf möglicherweise präparierte Websites leiten könnten.

(Christian Wolf)

Quelle: DPA

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