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Microsoft: Keine Preissenkung für XBox 360

Gerüchte um eine Preissenkung der XBox 360 zum Start von Sonys Play Station 3 wurden in letzter Zeit immer lauter. Microsoft dementiert die Spekulationen verstärkt, während Sony seine neue Konsole sogar zu billig findet.

28.06.2006, 09:34 Uhr
Microsoft© Microsoft

Wie onlinekosten.de kürzlich berichtete, wurden in den zurückliegenden Tagen Gerüchte um eine mögliche Preisreduzierung der XBox 360 zum Weihnachtsgeschäft verbreitet. Hintergrund der Senkung sei die Entwicklung einer günstigeren Hardwarelösung für die Konsole. Microsoft sprach sich jedoch nochmals verstärkt gegen die Spekulationen aus und sieht sich auch mit den aktuellen Preisen klar im Vorteil gegenüber Sony.
Vorreiterstellung
Microsoft ist derzeit einziger Konsolenhersteller, der von sich behaupten kann, seine Next-Generation-Hardware bereits auf dem Markt zu haben. Mit dem Erscheinen der Konkurrenz-Produkte zum Ende des Jahres, glauben einige Fans und Analytiker, würde Microsoft somit in eine Preisoffensive gezwungen. Zum einen, heißt es, seien Entwickler derzeit dabei, eine günstigere Hardware-Lösung für die Produktion der XBox 360 zu finden, zum anderen drücken Nintendo mit günstigen Preisen und Sony mit spektakulärer Hardware.
Die Redmonder sehen das ganz anders. Schon im Mai verkündete Chris Lewis, Vizepräsident der Abteilung Home und Entertainment bei Microsoft Europe, auf einer Pressekonferenz: "Wir denken definitiv nicht, dass es notwendig wäre, irgendwelche Änderungen am aktuellen Preis durchzuführen." Im 'Gamerscore Blog', einer Internetseite für Insiderinformationen von Mitarbeitern der Branche bekräftigte ein PR-Sprecher von Microsoft nochmals, dass trotz der laufenden Gerüchte keine Preissenkung für das Weihnachtsgeschäft geplant sei.
Keine Sorgen um den Preis - und bei Sony?
Um den Preis der XBox 360 zum Weihnachtsgeschäft macht sich Microsoft also keine Sorgen. Mit knapp 300 Euro wäre die Konsole auch immer noch weitaus günstiger als die geplanten Einstiegspreise der Play Station 3. Knapp 500 Euro soll das günstigere der beiden Modelle kosten. Sonys Präsident Ken Kutaragi findet das allerdings auch noch zu billig, wie er in einem Interview mit einem japanischen IT-Magazin kund gab. Vorstandsvorsitzender Howard Stringer verteidigte den Preis der PS3 zum Einstieg nun erneut auf einer Pressekonferenz in Tokyo: "Der Preis der PS3 ist hoch, aber die Käufer zahlen für Potenzial." Stringer rechtfertigt den Preis mit dem enormen Zukunftspotenzial, das Sonys Next-Generation-Konsole bieten soll: "Wenn es eine neue Technologie gibt, entscheidet man sich dann für ein billigeres Übergangsprodukt oder entscheidet man sich nicht lieber für zukunftssichere, höhere Technologie, die einen für viele, viele Jahre unterhält," so seine Rethorische Frage.
Ob Sony mit ihrer "hohe Qualität - hoher Preis"-Strategie am Ende die Nase vorn haben wird, zeigen hoffentlich die ersten Verkaufszahlen nach dem Weihnachtsgeschäft. Konkurrent Nintendo hält sich aus dem Kampf "Microsoft - Sony" dezent zurück. Mit Preisen von unter 200 Euro für die neue "Wii"-Konsole setzt der Spiele-Veteran nicht auf die schönste Spieleoptik, sondern auf ein innovatives Technikkonzept zum kleinen Preis.

(Philip Meyer-Bothling)

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