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Microsoft: Kein Update für geklaute Software

Microsoft dreht Software-Piraten den Hahn ab: Windows-Updates gibt es nur noch mit gültiger Lizenz.

27.07.2005, 17:14 Uhr
Microsoft© Microsoft

Microsoft macht ernst. Updates und zusätzliche Programme für Windows gibt es ab sofort nur noch für Besitzer von Original-Software. Ein Validierungsprozess stellt sicher, dass nur Anwender mit legal lizenziertem Windows die Download-Seite besuchen können. Ausgenommen sind lediglich Sicherheitsaktualisierungen. Diese gibt es weiterhin auch für illegale Versionen des Betriebssystems.
Kampf den Piraten
Was bisher in einer Pilotphase lief, ist nun offiziell als "Windows Genuine Advantage (WGA) Version 1.0" gestartet. Nutzer können auf einer speziellen Seite online überprüfen lassen, ob ihre Windows-Version korrekt lizensiert wurde. Ist das nicht der Fall, können die betroffenen Kunden einen Fälschungsbericht ausfüllen und zum Beispiel die gefälschten Produkt-CDs an Microsoft zurück senden.
Kann ein Nutzer durch einen Kaufbeleg nachweisen, dass er für die illegale Software bezahlt hat, so erhält er gratis eine neue, korrekt lizensierte Version. Für Kunden die keinen Kaufbeleg haben und dennoch einen Fälschungsbericht einsenden, bietet Microsoft legale Versionen zum Sonderpreis an. Die Windows XP Home Edition ist dann für 89 Euro, die Professional Ausgabe für 139 Euro zu erwerben.
Überprüfung "völlig anonym"
Die Überprüfung der Windows-Version wird automatisch vorgenommen, sobald Windows Update, Microsoft Update oder das Download-Center benutzt werden soll. Lediglich Sicherheitsupdates und Servicepacks sind auch ohne Überprüfung erhältlich. Nach Angaben von Microsoft erfolge der Validierungs-Prozess völlig anonym. Es würden keine Daten abgefragt, durch die sich ein Benutzer identifizieren oder kontaktieren ließe.
Schäden in Milliardenhöhe
Durch das WGA-Programm will Microsoft seine legalen Kunden vor Raubkopien schützen. Das Unternehmen zitiert eine Studie der International Data Corporation, wonach weltweit 25 Milliarden Euro Umsatzausfall durch Software-Piraterie entstünden. Desweiteren verwendeten weltweit etwa 35 Prozent der Nutzer gefälschte Software.

(Christopher Bach)

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