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Microsoft: Kein "Plan B" zu Surface und Windows Phone

Im Rahmen der "Goldman Sachs Technology and Internet Conference" in San Francisco wurde Microsofts Finanzvorstand Peter Klein am Mittwoch nach einem "Plan B" für Microsofs aktuelle Mobilstrategie gefragt.

15.02.2013, 15:19 Uhr
Microsoft© Microsoft

In Sachen Smartphones und Tablets hat Microsoft seinen beiden größten Konkurrenten Apple und Google bisher nur wenig entgegenzusetzen. Mit Windows Phone 8 und zwei Surface-Tablets haben die Redmonder zwar einige neue Produkte, aber noch keinen durchschlagenden Erfolg in den Läden. Im Rahmen der "Goldman Sachs Technology and Internet Conference" in San Francisco wurde Microsofts Finanzvorstand Peter Klein daher am Mittwoch nach einem "Plan B" gefragt. Ein solcher existierte nicht, so der Redmonder Spitzen-Manager laut einem Bericht der Nachrichtenagentur "Reuters".

Marktanteil von 3 Prozent

Klein gab sich vielmehr zuversichtlich, mit der aktuellen Strategie die selbstgesteckten Ziele zu erreichen. Diese müsse nur weiterentwickelt werden. Man wolle Windows auf alle Bauformen und Gerätearten bringen. "Das ist wahrscheinlich nuancierter, als einfach nur den Preis zu senken oder zu erhöhen." Der Finanzchef betonte, dass Microsoft auf Kooperationen mit Hardware-Herstellern setze, um eine große Palette an Produkten zu garantieren. Ob das auch ein Mini-Tablet im 7-Zoll-Format einschließe, blieb jedoch unbeantwortet.

Bislang tut sich der Windows-Konzern noch schwer, am Markt mobiler Endgeräte Tritt zu fassen. Laut einer Schätzung von Gartner hat Microsoft im vierten Quartal 2012 weniger als 900.000 Surface-Tablets verkauft - gegenüber 23 Millionen iPads. Und auch die Smartphone-Sparte will trotz aller Anstrengungen einfach nicht in die Gänge kommen: Mit seinen Windows Phones hält Microsoft weiterhin einen bescheidenen Marktanteil von weltweit rund 3 Prozent, wenngleich Zuwächse zu beobachten sind. Android liegt bei 70 Prozent der verkauften Smartphones, das iPhone bei 21 Prozent.

Der erhoffte Erfolg aus der Kooperation mit Nokia hat sich jedenfalls nicht eingestellt. Die Finnen verkaufen zwar mehr Smartphones mit Windows Phone als andere Anbieter, bleiben aber unverändert deutlich hinter vergangenen Höchstmarken zurück.

(Peter Giesecke)

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