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Microsoft: Hardware-Partner erhalten Windows 8.1

Windows 8.1 wirft seine Schatten voraus: Redmond liefert das Windows-8-Update an die Hardware-Partner aus. Pünktlich zum 18. Oktober sollen die ersten Hardware-Produkte in den Verkaufs-Regalen stehen.

27.08.2013, 17:25 Uhr (Quelle: DPA)
Microsoft© Microsoft

Microsoft hat am Dienstag mit der Auslieferung von Windows 8.1 an seine Hardware-Partner begonnen. Die Testphasen der neuen Version seien damit abgeschlossen, teilte Microsoft mit. Die Gerätehersteller sollen damit genügend Vorlauf haben, um die ersten Produkte mit der Nachfolgeversion des neuen Betriebssystems pünktlich am 18. Oktober in den Handel zu bringen.

Suchen erleichtert - IE 11 an Bord

Privatnutzer von Windows 8 sollen mit dem kostenlosen Update weitere Möglichkeiten bekommen, das System auf die individuellen Wünsche anzupassen. Zudem hat Microsoft nach eigenen Angaben die Suchfunktionen verbessert und das System mit der aktuellen Version des Internet Explorer 11 ausgestattet.

Windows RT-Anwender erhalten auf ihrem Surface-Tablet durch das Update mit Outlook RT eine kostenlose Light-Version von Microsofts E-Mail-Programm.

Unternehmenskunden will Microsoft mit dem Update verbesserte Sicherheits- und Verwaltungs-Funktionen bieten. So könnten Firmenkunden den Startbildschirm für alle Mitarbeiter kontrollieren. Mit der Version 8.1 lässt sich das Betriebssystem auch standardmäßig im klassischen Desktop-Startbildschirm hochfahren. Mit Windows 8.1 lasse sich der Rechner oder das Tablet zudem als Breitband-Hotspot nutzen, hieß es.

Windows 8.1 kommt am 18. Oktober in den Handel und soll etliche Verbesserungen mitbringen. Aufgrund der Kritik der Nutzer kehrt beispielsweise der "Start"-Knopf wieder zurück, den viele Anwender im gewöhnungsbedürftigen Kachel-Design vermisst hatten.

Die aktualisierte Version von Windows 8 wird laut Skype-Blog auch dem Messaging-Dienst aus dem eigenen Hause einen prominenteren Platz reservieren: Die Skype-Software muss nun nicht mehr eigens heruntergeladen werden, sondern ist bereits mit an Bord und fest auf der Startseite verankert.

"Die Verfügbarkeit von Windows 8.1 knapp ein Jahr nach dem Verkaufsstart von Windows 8 ist ein Beispiel der beschleunigten Innovations- und Updatezyklen", sagte Oliver Gürtler, Leiter des Geschäftsbereichs Windows von Microsoft Deutschland. Im Zeitalter von Cloud-Computing und der Nutzung mobiler Internetgeräte sei die Entwicklung eines Produkts mit der Markteinführung nicht einfach abgeschlossen.

Noch weit vom Windows 7-Erfolg entfernt

Fakt ist jedoch auch: Nach verhaltenem Marktstart etabliert sich das System zwar langsam auch auf Schreibtisch-Computern, ist aber mit einem mittleren einstelligen Marktanteil noch meilenweit entfernt vom Erfolg seiners Vorgänger Windows 7 entfernt. Grund genug für Redmond, schleunigst nachzubessern, um die Kundengunst zu gewinnen. Denn schließlich sollte Windows 8 eigentlich ein Renner werden.

Microsoft wollte damit Boden auf dem Tablet-PC-Markt gut machen und die Tablet-Konkurrenz iOS und Android in die Schranken weisen. Auffälligste Neuerung: die zusätzlich zum klassischen Desktop integrierte Touch-Kachel-Oberfläche namens "Metro", die erstmals bei der Mobil-Version Windows Phone 7 auftauchte.

Windows 8 bietet schnellere Boot-Zeiten und weniger RAM-Verbrauch als der Vorgänger. Dennoch kommt es nur langsam auf Touren, was den Abstatz angeht: Windows 8 konnte sich bisher noch nicht recht im Markt durchsetzen.

(Dorothee Monreal)

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