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Microsoft: Gratis-Office für iPad, iPhone und Android

Der neue Microsoft-Chef Satya Nadella setzt erste Akzente. Der Windows-Riese soll ein Anbieter von Cloud-Diensten sein, der für seine Kunden über das Netz auf allen Geräten da ist. Dafür geht Nadella sogar auf den alten Rivalen Apple zu.

28.03.2014, 09:48 Uhr (Quelle: DPA)
Microsoft© Microsoft

Microsoft bringt die Programme seiner Bürosoftware Office erstmals auf Apples iPad-Tablet. Seit Donnerstag sind die Textverarbeitung Word, die Tabellen-Software Excel und das Präsentationsprogramm PowerPoint im App Store von Apple verfügbar, wie der neue Microsoft-Chef Satya Nadella in San Francisco bekanntgab. Auch die Office-Mobile-Versionen für iPhone und Android sind ab sofort kostenlos verfügbar.

Voller Funktionsumfang kostet

Die Programme an sich können gratis heruntergeladen werden. Einzige Voraussetzung zum Gebrauch ist ein Microsoft-Konto. Um den vollen Funktionsumfang nutzen zu können, wird allerdings ein Abo von Microsofts Cloud-Dienst Office 365 benötigt. In Deutschland liegt die Gebühr für das Programmpaket "Office 365 Home Premium" bei 10 Euro im Monat und 99 Euro für ein Jahr.

Microsoft hatte seit dem iPad-Start vor rund vier Jahren darauf verzichtet, die vor allem in Unternehmen oft benutzten Büroprogramme für das iPad verfügbar zu machen. Die Lücke füllten bisher Apple mit eigener Software sowie viele andere Anbieter von Apps mit ähnlichen Funktionen aus. Immer wieder gab es Medienberichte, Office für iPad sei fertig und solle bald auf den Markt kommen - doch es kam erst jetzt dazu.

"Eine Cloud für jeden auf jedem Gerät"

Zugleich könnte das neue Angebot die Attraktivität des hauseigenen Tablets Surface schmälern. Die Verfügbarkeit von Office war eines von Microsofts Argumenten für die 2012 gestarteten Surface-Modelle, die bisher nur auf geringe Marktanteile kommen.

Nadella machte jedoch unmissverständlich deutlich, dass es ihm um mehr als einzelne Geräte gehe. Ziel sei "eine Cloud für jeden auf jedem Gerät", über die Nutzer von überall auf ihre Daten zugreifen könnten, betonte er. Der Manager, der vor wenigen Wochen die Microsoft-Führung vom langjährigen Konzernchef Steve Ballmer übernahm, führte zuvor das Cloud-Geschäft des Software-Riesen.

(Christian Wolf)

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