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Microsoft gibt Fehler in der Windows-Vergangenheit zu

15.08.2003, 15:34 Uhr
Microsoft© Microsoft

In einem Gespräch gab Microsoft zu, in der Vergangenheit zu wenig mit den Privatkunden kommuniziert und in einigen Bereichen Fehler gemacht zu haben.
Umdenken
Die schnelle Verbreitung des Wurms MSBlaster, der sich über eine Sicherheitslücke von Windows die Kontrolle über das System verschafft, führt bei Microsoft zu einem ersten Überdenken verschiedener Strategien. Im Gespräch mit der Tagesschau gab Thomas Baumgärtner, der Sprecher von Microsoft Deutschland, dann auch zu, dass man in der Vergangenheit Fehler gemacht habe.
Microsoft bezieht dies nicht in erster Linie auf Fehler bei der Entwicklung der Software, sondern bei der Kommunikation mit den Endkunden. Diese hätten besser und früher vor der Gefahr informiert werden müssen, um ein schnelles Ausbreiten zu verhindern.
Lücke bekannt
Allerdings hat Microsoft laut Baumgärtner bereits am 16. Juli auf die Lücke hingewiesen und ein Patch veröffentlicht. Und so sind wohl in erster Linie private Nutzer, die offenbar die Update-Möglichkeiten von Windows zu wenig nutzen, von dem Wurm befallen.
Je nach Schätzung sind zwischen 250.000 und 2 Millionen Rechner weltweit infiziert. Microsoft geht davon aus, dass ein Großteil dieser Rechner am Samstag mit einer DoS-Attacke den Updateservice von Microsoft lahmlegen werden - eine Routine für diesen Angriff ist in dem Wurm enthalten.

(Alexander Moritz)

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