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Microsoft erwägt Produktion von Anti-Viren-Software

Drohende Gefahr für etablierte Anbieter wie Symantec oder F-Secure?

02.02.2005, 09:52 Uhr
Microsoft© Microsoft

Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft erwägt, eine eigene Anti-Viren-Software als Ergänzung zu seinem Betriebssystem Windows XP anzubieten. Anti-Viren-Funktionen könnten auch Teil des geplanten neuen Microsoft-Betriebssystems Longhorn werden. Der Eintritt in den stark wachsenden Markt für Anti-Viren-Software würde Microsoft zu einem gewichtigen Wettbewerber etablierter Anbieter wie Symantec oder McAfee werden lassen.
Möglicherweise werde der Konzern auf Produkte des 2003 übernommenen rumänischen Softwareanbieters Gecad zurückgreifen, sagte Microsoft-Technikvorstand Craig Mundie der "Financial Times Deutschland". "Denkbar ist, dass wir bei künftigen Überlegungen zu der Einschätzung kommen, dass bestimmte Teile der Anti-Virus-Software zum Betriebssystem gehören sollten", sagte Mundie.
Stoff für Wettbewerbshüter?
Microsofts Einstieg in den umkämpften Markt könnte die Wettbewerbshüter auf den Plan rufen. Die EU-Kommission hatte Microsoft zuletzt aus Wettbewerbsgründen zur Auflage gemacht, das Betriebssystem Windows ohne den Media Player auszuliefern, um andere Anbieter von Video- und Musiksoftware zu schützen. Hier stellt sich allerdings aktuell das Problem auf: Wirklich haben will die Light-Version von Windows niemand.

(Hayo Lücke)

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