News

Microsoft droht weiter tägliches Zwangsgeld

Bis Ende Juli will die EU-Kommission entscheinden, ob Microsoft täglich bis zu 2,4 Millionen Dollar Strafe zahlen muss.

27.06.2006, 15:10 Uhr
Microsoft© Microsoft

Die EU-Kommission will bis Ende Juli entscheiden, ob das gegen den US-Softwareriesen Microsoft angedrohte Zwangsgeld von bis zu 2,4 Millionen Dollar (rund zwei Millionen Euro) täglich vollstreckt werden muss.
Verfahren läuft noch
Die Behörde werde bis dahin entscheiden, ob Microsoft die nach dem Wettbewerbsrecht verhängten Auflagen erfüllt habe oder aber das angedrohte Zwangsgeld verhängt werde, sagte der Sprecher von Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes heute in Brüssel. Zum Verfahren selber wollte sich der Sprecher nicht weiter äußern. In Brüsseler Kreisen hieß es, die Behörde wolle zunächst am 3. und 10. Juli die nationalen Wettbewerbsexperten konsultieren.
Die EU-Kommission hatte gegen Microsoft vor zwei Jahren wegen Marktmissbrauchs eine Strafe von knapp 500 Millionen Euro verhängt und eine Reihe von Auflagen gemacht, die nach Brüsseler Ansicht immer noch nicht erfüllt sind. Dabei geht es unter anderem um die Offenlegung von Informationen, die die Anbindung von Fremdprogrammen an die Microsoft-Software für Zentralrechner in Netzwerken (Server) ermöglicht. Microsoft behauptet, die Auflagen erfüllt zu haben, die Kommission war bisher gegenteiliger Ansicht. Gegen die 2004 verhängte Geldstrafe klagt das Unternehmen unterdessen in einem im April eröffneten Verfahren vor dem EU-Gericht erster Instanz in Luxemburg.

(Hayo Lücke)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang