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Microsoft drängt: Windows XP-Ende naht

Großkunden sind bereits gut vorbereitet, aber der Mittelstand "schwächelt": Wenige Wochen vor Support-Ende von Windows XP mahnt Redmond zur Eile. Denn nach dem 8. April droht Gefahr für die Daten und Verlust von produktiver Arbeitszeit.

12.03.2014, 13:24 Uhr
Microsoft© Microsoft

Mehr als zwölf Jahre hat es die Windows-Nutzer begleitet, jetzt ist es Zeit für die Rente: Die Tage des Betriebssystems Windows XP sind gezählt, das Support-Ende zum Patchday am 8. April rückt näher. Das heißt: keine Sicherheitsupdates und keinen technischen Support mehr für Betriebssystem und Office-Paket 2003. Wer nicht vorgebeugt hat, kann da ganz schön im Regen stehen. In Redmond sorgt man sich vor allem um Privatnutzer und kleine Unternehmen mit 5 bis 250 Mitarbeitern.

XP-Nutzer gefährden Daten

Viele Mittelständler unterschätzen den Umstieg offenbar. Um noch "die Kurve zu kriegen", bietet Microsoft und zertifizierte Partner Unterstützung an. Bei den Großkunden sieht es offenbar besser aus: bei fast allen läuft bereits die Migration, so Microsoft Deutschland.

Und das ist kein Luxus, betont der Software-Hersteller, sondern Notwendigkeit. Denn wer Windows XP nach dem 8. April 2014 weiter nutzt, bringt nicht nur die eigenen Daten in Gefahr, sondern auch die der Kunden und Geschäftspartner. Der Grund: Das Risiko für einen Malware-Angriff steigt beträchtlich. Und neben dem erhöhten Sicherheitsrisiko drohen steigende Ausgaben: Die jährlichen Betriebskosten für einen fünf Jahre alten PC mit Windows XP steigen im fünften Jahr fast auf das Doppelte, so Microsoft. Der Grund: Produktive Arbeitszeit geht verloren wegen steigender Support-Anfragen, Neustarts und Sicherheitsproblemen.

Kleinere Firmen können die Migrationsunterstützung in Anspruch nehmen oder sich durch kostenlose Tools behelfen. Das gemeinsam mit Hersteller Laplink bereitgestellte Programm "PCmover Express" soll Anwendern helfen, persönliche Daten wie Dokumente, Musikdateien, Videos, E-Mails, Nutzerprofile und Einstellungen über das Heimnetzwerk auf ein anderes Gerät mit installiertem Windows 7, 8 oder 8.1 zu übertragen, allerdings nicht auf dem gleichen Rechner. Aktuell ist es in Englisch verfügbar, soll aber noch in diesem Monat auf Deutsch erhältlich sein.

Mit der Website AmIRunningXP.com können Kunden prüfen, ob ihr Rechner mit Windows XP oder einer neueren Windows Version läuft. Ob ein PC die Systemanforderungen für Windows 8.1 erfüllt, lässt sich nach Unternehmensangaben mithilfe des Windows Upgrade Assistenten überprüfen. Unterstützt das Gerät die Anforderungen, kann man einfach per Neuinstallation zu Windows 8 wechseln. Ansonsten hilft wohl nur ein neuer Rechner weiter.

Ab dem 8. März 2014 erhalten Windows XP Nutzer der Home und Professional Edition bei aktivierter Windows Update Funktion eine Benachrichtigung zum Support-Ende des Betriebssystems. Ein Pop-up Fenster soll monatlich erscheinen und den Nutzer über den auslaufenden Support des Betriebssystems am 8. April 2014 informieren.

(Dorothee Monreal)

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