News

Microsoft: Datenschutz bringt das Internet voran

Nicht nur Performance und technische Standards sind laut Microsoft für die weitere Entwicklung des Internets von Bedeutung, sondern auch der Datenschutz.

23.01.2012, 20:10 Uhr (Quelle: DPA)
Microsoft© Microsoft

Für die Entwicklung des Internets ist der Datenschutz nach Einschätzung von Microsoft-Manager Dean Hachamovitch von entscheidender Bedeutung. "Er bringt ähnlich wie technische Standards und die Performance das Internet voran", sagte Hachamovitch am Montag der Nachrichtenagentur dpa.

Kooperationen notwendig

Auch wenn der Schutz der Privatsphäre weltweit gefordert werde, lasse sie sich meist nur auf lokale Gegebenheiten bezogen realisieren. Dafür seien deshalb immer auch Kooperationen mehrerer Gruppen, Organisationen und lokalen Interessensvertretungen nötig.

Ob Microsoft sich den Forderungen von EU-Justizkommissarin Viviane Reding nach einem neuen EU-weiten Datenschutzrecht vorbehaltlos anschließen wird, könne man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, so Hachamovitch. Zur Bewertung müssten nun erst die Details studiert werden. Reding hatte am Wochenende auf dem Digital-Kongress DLD des Burda Verlags in München eine einheitliche Datenschutz-Gesetzgebung gefordert, die europaweit gelten solle. Nur wenn es klare Richtlinien gibt, stünden Internet-Unternehmen mit ihren Geschäftsmodellen und Produkten auf gesichertem Boden, sagte Reding.

"Tracking-Protection" für Schutz der Privatsphäre

Hachamovitch ist bei Microsoft für den Webbrowser Internet Explorer (IE) zuständig. Für einen besseren Schutz der Privatsphäre der Nutzer haben die Microsoft-Entwickler eine sogenannte Tracking Protection in den IE integriert. Über verschiedene Listen von Websites lässt sich darüber zum Beispiel genau justieren, welche Websites das Surf-Verhalten des Nutzers verfolgen dürfen und welche nicht. Der Anwender kann dabei einzelne Listen aktivieren und pflegen, die von verschiedenen Organisationen bereitgestellt werden.

Insgesamt gebe es inzwischen 20 solcher Listen weltweit, sagte Hachamovitch, drei neue für Europa seien gerade dazugekommen, darunter eine, die speziell für den Schutz von Kindern ausgelegt sei. Microsoft war lange Zeit weit führend im Browser-Markt, ist in den letzten Jahren aber zurückgefallen. Inzwischen versucht das Software-Unternehmen seine Position auch mit Sicherheits-Features gegen die wachsende Konkurrenz etwa durch den Firefox oder Google Chrome zu verteidigen.

(Christian Wolf)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang