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Microsoft: Browser-Auswahl ist Geschichte

Aufatmen in Redmond: Die Auflage der EU-Kommission ist abgelaufen, der Konzern muss keine Browser-Auswahl mehr anbieten.

19.12.2014, 17:16 Uhr
Microsoft© Microsoft

Microsoft hat heimlich, still und leise die Browser-Auswahl in Windows wieder entfernt. Der Grund: Die entsprechende Verpflichtung seitens der EU-Kommission existiert nicht mehr.

Langer Kampf mit EU-Kommission

Das Unternehmen aus Redmond hat sich jahrelang einen Rechtsstreit mit der EU geliefert, der Anfang 2009 begann. Der US-Konzern verweigerte die geplanten neue Regeln der Kommission, die Microsoft zwangen, mit dem Windows-Betriebssystem neben dem Internet Explorer aus dem eigenen Haus auch Browser anderer Hersteller auszuliefern. 2012 stellte Brüssel dem Unternehmen eine Milliarden-Strafe in Aussicht: Nach Ansicht der EU-Kommission hatte Microsoft seine Zusage gebrochen, Windows-Nutzern eben jene Auswahl von alternativen Web-Browsern anzubieten.

Der Konflikt gipfelte im Frühjahr 2013 in einer 561 Millionen Euro schweren Strafe für Microsoft. Auch in diesem Jahr sorgte die Browser-Auswahl für weiteren Ärger in Redmond. Im April verklagte eine Aktionärin die Microsoft-Spitze wegen Missmanagement der Browser-Affäre.

Nach reichlich Lehrgeld kann der Software-Riese nun endlich mit dem Thema abschließen.

(Marcel Petritz)

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