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Microsoft bringt EU-Geduldsfaden zum Reißen

Die europäischen Wettbewerbshüter sehen die wachsende Marktmacht des US-Softwaregiganten Microsoft mit Sorge und fordern eine Bereinigung der Angelegenheit.

23.03.2007, 07:03 Uhr
Microsoft© Microsoft

Die europäischen Wettbewerbshüter sehen die wachsende Marktmacht des US-Softwaregiganten Microsoft mit Sorge. EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes zeigte sich am Donnerstag vor dem Europaparlament in Brüssel beunruhigt.
Fast 75 Prozent Marktanteil
Das von Bill Gates gegründete Unternehmen beherrscht nach Angaben der Kommission heute mit seinem Betriebssystem Windows 70 bis 75 Prozent des Marktes. 1999 lag der Anteil noch bei 35 bis 40 Prozent. Kroes hatte 2004 wegen Missbrauchs der Marktmacht eine Rekordstrafe von fast einer halben Milliarde Euro gegen Microsoft verhängt. Der Konzern weigert sich bis heute, Auflagen der EU-Kommission zu erfüllen.
Situation nicht akzeptabel
Unter anderem soll das Unternehmen es Konkurrenten ermöglichen, ihre Programme mit Windows zu kombinieren. Weil Microsoft den Forderungen nicht nachkam, verhängte die EU-Kommission im vergangenen Sommer erneut ein Strafgeld von 280 Millionen Euro. "Nach dreijährigen Diskussionen muss diese Angelegenheit bereinigt werden", betonte Kroes. Die gegenwärtige Situation sei nicht akzeptabel.

(Aleksandra Leon)

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