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Microsoft: Aus SkyDrive wird OneDrive

Nun ist es offiziell: Der Cloud-Dienst von Microsoft wird in Kürze unter OneDrive firmieren. Der US-Software-Riese hatte im Sommer 2013 zum zweiten Mal einen Rechtsstreit um Namensrechte verloren - diesmal gegen den TV-Konzern BSkyB, der in der Bezeichnung "SkyDrive" sein Namensterritorium verletzt sah.

27.01.2014, 17:25 Uhr
Microsoft© Microsoft

Jetzt ist es offiziell: Microsofts Cloud-Service SkyDrive wird bald OneDrive heißen. Damit kommt der hitzige Kampf um den Namen SkyDrive zum Ende, den Microsoft mit dem britischen TV-Konzern BSkyB ausgefochten hatte. Für SkyDrive- und SkyDrive Pro-Kunden ändert sich nichts, versichert Microsoft. Inhalte und Funktionen bleiben verfügbar.

Microsoft: Kein Glück mit Namensrechten

"OneDrive" wurde bereits im Vorfeld als Favoriten-Titel gehandelt. Schließlich legt der Begriff nahe, was sich die Kunden wünschen, so Microsoft: Ein zentraler Ort für Dokumente, Fotos, Filme, verfügbar auf Tablet, Smartphone oder PC. Allerdings gab es bis dato einen anderen Cloud-Dienst, der unter der Webadresse onedrive.com verfügbar war. Möglicherweise hat Redmond diesem Dienst die Namensrechte abgekauft.

Im vergangenen Sommer verlor Microsoft einen Rechtsstreit mit der British Sky Broadcasting (BSB) Group, die den Namen SkyDrive für sich beanspruchte. Von der geplanten Berufung sah Microsoft schließlich ab und einigte sich mit dem Gegner, so das Online-Magazin "computerweekly.com". BSB versprach, Microsoft für die Suche nach einem neuen Namen einen "angemessener Zeitrahmen" zuzugestehen. Außerdem soll eine nicht näher spezifizierte Geldsumme geflossen sein.

Ein Werbevideo von Microsoft macht bereits auf den Namenswechsel von SkyDrive zu OneDrive aufmerksam.

Schon früher Ärger wegen Namens für Metro-Kacheldesign

Namensrechte bringen dem Software-Riesen offenbar kein Glück. So steckte Microsoft bereits im Oktober 2012 eine schmerzhafte Schlappe ein, als das Kacheldesign von Windows 8 seinen Arbeitstitel "Metro" verlor. Der deutsche Handelskonzern Metro hatte Markenrechte geltend gemacht.

Microsoft bietet den Dienst SkyDrive seit 2007 an. Der kostenlose Speicherplatz beträgt aktuell 7 Gigabyte. Wer eine "Microsoft Office 365"-Version kauft, erhält weitere 20 Gigabyte. Die maximale Größe für einzelne Dateien beträgt 2 GB beim Desktop-Upload mit spezieller Software oder SkyDrive-App. Mit älteren Webbrowsern können nur Dateien bis zu 300 Megabyte hochgeladen werden.

(Dorothee Monreal)

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