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MFD treibt DVB-H-Lizenzsicherung voran

Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH und NEVA Media GmbH wollen über ein gemeinsames Unternehmen die TV-Ausstrahlung auf Basis von DVB-H voran treiben.

10.08.2007, 13:26 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Wenn es um mobiles Fernsehen auf dem Handydisplay geht, wird in Deutschland bisher auf Übertragungen im DMB-Standard gesetzt, der auch in Korea weit verbreitet ist. Ein entsprechender Dienst wird unter dem Namen watcha unter anderem von den Mobilfunk-Service-Providern debitel und mobilcom angeboten. Technischer Betreiber ist die Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH, die künftig auch auf den alternativen Übertragungsstandard DVB-H setzen möchte.
Zu diesem Zweck wurde heute eine Kooperation mit der NEVA Media GmbH bekannt gegeben. Über ein geplantes Gemeinschaftsunternehmen sollen Rundfunklizenzen für die kommerzielle Nutzung von DVB-H-Inhalten ersteigert werden. "Spätestens zur EM 2008 wollen wir gemeinsam Mobile-TV via DVB-H erfolgreich starten", sagt Henrik Rinnert, Geschäftsführer von MFD Mobiles Fernsehen Deutschland.
Lizenz-Bewerbung angelaufen
Die Unternehmen haben sich bereits um die für den Plattformbetrieb notwendigen Sendelizenzen beworben. Diese Lizenzen für die Ausstrahlung von Mobile-TV via DVB-H wurden von den Landesmedienanstalten bereits im Frühjahr ausgeschrieben. Mit einer Vergabe der Lizenzen wird noch im Laufe dieses Jahres gerechnet.
Hinter den beiden Handy-TV-Spezialisten stehen drei große Medienkonzerne: Die Verlagshäuser Hubert Burda Media und Holtzbrinck sind an NEVA Media beteiligt, der international tätige Medien- und Technologiekonzern Naspers steht als strategischer Investor hinter MFD Mobiles Fernsehen Deutschland. Alle Gesellschafter haben der Zusammenarbeit der Unternehmen zugestimmt.

(Hayo Lücke)

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