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MFD plant bundesweites DVB-H Sendernetz

Mobiles Fernsehen Deutschland will ein eigenes DVB-H Sendernetez aufbauen. Bislang ist der Anbieter mit dem watcha-Paket auf dem Markt vertreten, das im Konkurrenzstandard DMB übertragen wird.

23.06.2007, 17:01 Uhr
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Wie erwartet haben sich die Pioniere des Handy-Fernsehens in Deutschland auch um den Aufbau eines DVB-H Sendernetzes beworben. Das von Mobiles Fernsehen Deutschland (MFD) eingereichte Konzept umfasst die technische Realisierung eines bundesweiten Sendernetzes. Durch den Einstieg des Medien- und Technologiekonzerns Naspers Limited als größter Gesellschafter verfügt der Anbieter auch über die notwendige Finanzkraft. Naspers hat bereits in mehreren afrikanischen Staaten ein DVB-H Sendernetz erfolgreich etabliert.
Detailliertes Konzept
MFD will entsprechend des Frequenzzuteilungsverfahrens bis zu 16 Fernsehprogramme sowie zusätzliche Radiokanäle und interaktive Dienste für den mobilen Empfang anbieten. Auch die Zahl der Senderstandorte und die genauen technischen Spezifikationen hat MFD in dem Papier vorgelegt. Parallel zum Frequenzzuteilungsverfahren der Bundesnetzagentur steht in den kommenden Wochen die Vergabe von Sendelizenzen durch die Landesmedienanstalten an. MFD hat sich in sämtlichen Bundesländern um DVB-H Lizenzen beworben.
Bereits im vergangenen Jahr hat sich der Anbieter im gesamten Bundesgebiet für ein DMB-Pilotprojekt durchgesetzt. In 16 Ballungsgebieten werden im so genannten watcha-Paket fünf TV-Programme sowie die Radiostation bigFM2see angeboten. Bisher haben sich für das knapp zehn Euro teure Bezahlangebot, das im DMB-Modus verbreitet wird, allerdings nur etwa 10.000 Abonnenten gefunden. Auch eine lebenslange Freischaltung für rund 100 Euro konnte watcha noch nicht zum Durchbruch verhelfen.

(Stefan Hagedorn)

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