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Messerklingen in Tablet-PCs entdeckt - Flughafen-Polizei warnt vor neuem Sicherheitsrisiko

Die Polizei an den Flughäfen München und Frankfurt hat innerhalb kurzer Zeit zwei Reisende geschnappt, die Messerklingen in Tablet-PCs versteckt hatten. Die Flughafen-Polizei warnt laut "Focus" vor einem neuen Sicherheitsrisiko. In einem EU-Papier denkt zudem Brüssel über Gepäckkontrollen an Bahnhöfen nach.

13.07.2014, 15:01 Uhr
Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com

In diesen Wochen starten wieder viele Bundesbürger in den Urlaub, entsprechender Andrang herrscht an den deutschen Flughäfen. Im Gepäck finden sich vielfach auch die populären Tablet-PCs, die am Urlaubsort zum Spielen oder zum Surfen im Internet genutzt werden. Doch die Flachrechner können auch anderen, kriminellen Zwecken dienen. Das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtete am Sonntag, dass die Flughafen-Polizei an den Flughäfen in München und Frankfurt am Main innerhalb kurzer Zeit zwei Reisende gestoppt hatte, die Messerklingen in Tablets versteckt hatten.

Polizei entdeckt 4 Zentimeter lange Klinge in Tablet

Konkret wurde am 2. Juli ein 44-Jähriger Inder auffällig, der in einem iPad-Plagiat eine vier Zentimeter lange Messerklinge verborgen hatte. Die Klinge wurden beim Durchleuchten des Geräts bei der Gepäckkontrolle entdeckt. Der Inder war auf dem Weg nach Katar. Bereits zuvor soll sich laut "Focus" ein ähnlicher Vorfall am Frankfurter Flughafen ereignet haben.

Für die Polizei sind die Funde ein ernstes Warnsignal. Nach Angaben des Magazins haben die Luftsicherheitsexperten der Polizei bereits in einem internen Papier davor gewarnt, dass sich in Tablets mehrere Messerklingen verstecken lassen. Diese Klingen könnten Terroristen während der Flugreise als Waffe dienen.

Künftig auch Gepäckkontrollen an Bahnhöfen?

Die Befürchtungen sind nicht unbegründet: Die Attentäter vom 11. September 2001, die vier Flugzeuge entführt und zwei davon in das World Trade Center in New York gesteuert hatten, sollen unter anderem mit Teppichmessern bewaffnet gewesen sein. Seitdem wurden die Kontrollen an Flughäfen erheblich verschärft. Es ist nicht auszuschließen, dass die Sicherheitskontrolleure elektronische Geräte wie Notebooks und Tablet-PCs künftig noch kritischer prüfen.

In diesen Zusammenhang passen auch aktuelle Pläne der EU-Mitgliedsländer, über die die "Bild"-Zeitung am Samstag berichtet hatte. Demnach denkt Brüssel wegen der Terrorgefahr in einem EU-Papier darüber nach, die Kontrollen für Personen und Gepäck auch an Bahnhöfen zu verschärfen. Ob es aber an Bahnhöfen für Zugreisende künftig Sicherheitskontrollen wie an Flughäfen geben wird, ist allerdings eher zu bezweifeln.

(Jörg Schamberg)

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