Umfrage

Messenger: In der Corona-Krise Kommunikationsmittel Nr. 1

Messenger wie WhatsApp sind während der Corona-Krise das am häufigsten genutzte Kommunikationsmittel. Wenn es um Information über digitale Kanäle geht, sind Messenger beliebter als Facebook. TV und Radio können sie aber nicht schlagen.

Melanie Zecher, 31.03.2020, 12:49 Uhr
Whatsapp Chat© daviles / Fotolia.com

79 Prozent der Deutschen nutzen Messenger-Apps, um sich während der Covid19-Epidemie mit Freunden, Bekannten und der Familie auszutauschen und ihren Alltag zu organisieren. Damit sind WhatsApp und Co. die meist genutzten Kommunikationskanäle in der Corona-Krise, wie eine aktuelle Umfrage unter 2.035 Bundesbürgern ab 18 Jahren (Erhebungszeitraum: 20. bis 23. März 2020) von MessengerPeople in Zusammenarbeit mit YouGov zeigt.

Hinter den Messengern folgen Telefon (72 Prozent), E-Mail (51 Prozent) und Facebook (32 Prozent). Sogar 73 Prozent der über 55-Jährigen bevorzugen der Umfrage zufolge jetzt WhatsApp und andere Messenger zur Kommunikation.

Messenger auch als Informationskanal?

Aber auch als Informationskanal sind Messenger beliebt: WhatsApp und Co. sind nach Fernsehen, Radio und Tageszeitung und noch vor Facebook, Instagram und Twitter das bevorzugte digitale Medium, um sich zur Corona-Krise zu informieren.

Auf die Frage "Über welche Kanäle wünschen Sie sich zum Thema Corona auf dem Laufenden gehalten zu werden?" landet auf Platz Eins das klassische Fernsehen (80 Prozent), gefolgt vom Radio (56 Prozent) und der Tageszeitung (37 Prozent). Bei den digitalen Informationskanälen haben Messenger wie WhatsApp die Nase vorne. Mehr als jeder Fünfte (26 Prozent) wünschte sich, sich via Messenger über die aktuelle Situation informieren zu können. Damit sind Messenger-Apps noch beliebter als Facebook (23 Prozent), Instagram (11 Prozent) oder Twitter (6 Prozent).

WHO, Saarland, NDR und andere informieren über Messenger

Auch immer mehr Organisationen und Unternehmen setzen auf Messenger, um ihre Kunden zu informieren. So hat etwa die Weltgesundheitsorganisation WHO in der Covid19-Krise einen WhatsApp-Chatbot eingerichtet, der zu Antworten auf die häufigsten Anfragen von Menschen aus aller Welt führt. In Deutschland hat das Bundesministerium für Gesundheit nachgezogen und informiert seit Ende März per WhatsApp-Chatbot über das Coronavirus. Und Institutionen und Organisationen wie etwa der NDR, die Stadt Augsburg oder die saarländische Landesregierung halten Bürger auch über Messenger wie WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram oder Notify auf dem Laufenden.

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