Drittanbieter

Mehr Sicherheit gegen Abo-Fallen ab 1. Februar

Die Bundesnetzagentur will Anbietern von Abo-Fallen einen weiteren Riegel vorschieben. Ab 1. Februar gelten neue Regeln. Einige Mobilfunkanbieter haben sich zudem verpflichtet, Kunden entgegenzukommen. Verbraucherschützer raten Mobilfunkkunden weiterhin dazu, aufmerksam zu sein.

Diana Schellhas, 27.01.2020, 13:59 Uhr (Quelle: DPA)
Sorgen© Wavebreakmedia / Fotolia.com

Ab dem 1. Februar gelten schärfere Regeln zum Schutz vor Abo-Abzocke über das Smartphone. Dann müssen Nutzer vor Abschluss kostenpflichtiger Abonnements über die Telefonrechnung unter anderem ausdrücklich auf die Kosten hingewiesen werden.

Drittanbietersperre zum Schutz vor Abo-Fallen

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät trotzdem weiter zur Wachsamkeit - und zur Einrichtung einer sogenannten Drittanbietersperre.

Sie verhindert, dass Drittanbieter Forderungen über die Telefonrechnung einstreichen können. Das geht in der Regel über die Service-Apps von Telekom, Vodafone, Telefonica und Co., Anbieter Drillisch sperrt Drittanbieterservices bei seinen Marken von Anfang an. Auch die Kunden-Hotline hilft weiter.

Nutzer muss einem Abo ausdrücklich zustimmen

Schon jetzt gilt: Die meisten unabsichtlich per Klick auf Werbebanner oder durch ähnliche Tricks abgeschlossenen Abos sind ungültig. Damit sie rechtsgültig sind, müssen Nutzer den Abschluss ausdrücklich durch den Klick auf eine Schaltfläche mit Aufschrift wie "zahlungspflichtig bestellen" bestätigen.

Welche Anbieter die Vorgaben der Bundesnetzagentur umsetzen wollen, listet die Behörde auf ihrer Website auf. Bisher sind die Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica und auch Drillisch, mobilcom-debitel und klarmobil darunter. Mit der sogenannten Mobilfunkgarantie verpflichten sich die Anbieter dazu, Verbindlichkeiten gegenüber Drittanbietern bis zu einer Grenze von 50 Euro unter bestimmten Umständen zu erstatten. Dazu gehört beispielsweise, dass der Kunde den Vorfall innerhalb von drei Monaten nach der Transaktion meldet.

Abo kündigen und Rechnung beanstanden

Ungewollt abgeschlossene Abos, die in der monatlichen Telefonrechnung auftauchen, kündigt man am besten sofort, rät die Verbraucherzentrale. Betroffene sollten die Rechnung binnen acht Wochen sowohl beim Mobilfunkanbieter als auch beim Drittanbieter beanstanden. Letzteres geschieht am besten per Einwurf-Einschreiben - damit es einen Beweis über die Postzustellung des Widerspruchs gibt.

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