Security

Mehr Sicherheit bei der Hotspot-Nutzung

Das Berlinter Unternehmen Hotsplots verspricht mehr Sicherheit bei der Nutzung von drahtlosen Internetzugängen. So soll beispielsweise das illegale "Abhören" des Datenverkehrs unterbunden werden.

02.05.2007, 12:01 Uhr
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

Mehr Sicherheit bei der Benutzung von Hotspots verspricht das Berliner Unternehmen Hotsplots. So soll es etwa Hackern, die sich in Hotspot-Nähe aufhalten, deutlich schwerer gemacht werden, den Datenverkehr "mitzuschneiden".
IP-Adresse von Hotsplots
Durch ein neues Firmware-Update (Version 2.0) kann der gesamte Datenverkehr zwischen Hotspot und Internet über ein geschütztes VPN-Netz geleitet werden. Dadurch tritt der Hotspot mit der IP-Adresse von Hotsplots in Erscheinung. Gebühren werden für diesen neuen Service nicht erhoben.
Alle WLAN-Router, die den Verschlüsselungsstandard OpenVPN verwenden, können über die Hotsplots geroutet werden. Die Gegenstelle des VPN-Tunnels ist dann nicht mehr der WLAN-Router, sondern der Hotsplot VPN-Server im Internet. Dadurch erhöht sich teilweise auch die Geschwindigkeit. Die in den WLAN-Routern verbauten Prozessoren können oftmals eine schnellere Breitbandverbindung als vier bis sechs Megabit pro Sekunde (Mbit/s) nicht mehr verarbeiten.
Weitere Sicherheitslücke geschlossen
Ein großes Sicherheitsproblem stellt bislang der ungeschützte Datentransfer über die Funkschnittstelle dar. Hacker, die sich in der Nähe des Hotspots aufhalten, können ohne großen Aufwand den Datenverkehr "Abhören" und somit wichtige Passwörter in ihren Besitz bringen. Aber auch gegen diese Lücke hat Hotsplots einen wirksamen Schutz entwickelt. Es muss lediglich ein OpenVPN-Client, den es für die Betriebssysteme Linux, Mac OS und Windows gibt, auf dem entsprechenden Notebook installiert werden. Dieser sichert den kompletten Weg über die Funkstrecke bis ins Internet ab. Dieser "VPN-Tunnel" kann aber auch in privaten WLAN-Netzen oder an fremden LAN-Anschlüssen zum Einsatz kommen.
Für die Nutzung des Dienstes ist für den Hotspot-Betreiber ein Router mit dem unter Linux laufenden Betriebssystem OpenWRT erforderlich. Sollte der vorhandene Router diesen Ansprüchen nicht gerecht wird, empfiehlt Hotsplots einen Austausch des Modells. Ein entsprechend OpenWRT-tauglicher Router kann direkt über den Online-Shop des Unternehmens bestellt werden, sagte am Montag ein Sprecher auf Anfrage unserer Redaktion.
Derzeit bedient Hotsplot etwa 130 Hotspot-Standorte. In den kommenden Monaten soll die Zahl nach den Wünschen der Betreiber deutlich steigen.

(Stefan Hagedorn)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang