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Mehr Online-Angebote für die Jugend

Der Südwestrundfunk will sich im Namen seines Intendanten Peter Boudgoust für bessere aus ausführlichere Online-Inhalte für Jugendliche bei den Öffentlich-Rechtlichen einsetzen.

18.09.2009, 15:43 Uhr (Quelle: DPA)
Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Der Südwestrundfunk (SWR) will sich besonders für junge Online-Angebote einsetzen. Dies kündigte SWR-Intendant Peter Boudgoust am Freitag bei der Rundfunkratssitzung in Baden-Baden an.
Öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist wichtig
Man dürfe das Interesse der jungen Menschen für Politik nicht unterschätzen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk trage bei der Politikvermittlung eine besondere Verantwortung. Er verwies auf erste Ergebnisse der bislang noch nicht veröffentlichten neuen JIM-Studie "Jugend, Information, Multimedia". Demnach wollen 71 Prozent der 18- und 19-jährigen Erstwähler zeitnah über bundespolitische Entscheidungen informiert sein, 65 Prozent über lokalpolitische Belange. 61 Prozent interessieren sich für die Bundestagswahl.
"Kanzlercheck" ein Erfolg
Dies habe sich gerade in dieser Woche mit dem Kanzlercheck gezeigt, so Boudgoust, der zugleich amtierender ARD-Vorsitzender ist. Hierzu haben sich die neun Jugendradios der ARD unter Führung der WDR-Welle 1Live an zwei Tagen jeweils für eine Stunde zusammengeschaltet, um Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihren Herausforderer Frank-Walter Steinmeier (SPD) Fragen junger Hörer zu stellen.
Boudgoust meint: "Der "Kanzlercheck" ist ein toller Erfolg für das Radio, das älteste unserer elektronischen Medien." Weil die junge Generation sich nicht gerne nach Sendezeiten richte, sei es wichtig, diese Sendungen auch online aufzubereiten und die spannendsten Fragen und Antworten abrufbar zu machen. "Nur so wird aus der flüchtigen Sendung etwas Greifbares, Zitierbares, über das man diskutieren und das man kommentieren kann."

(Hayo Lücke)

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