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Mehr Jugendschutz bitte

Verbraucherministerin Künast will Jugendliche noch besser vor teuren Handyrechnungen schützen.

21.03.2005, 09:59 Uhr
SMS schreiben© Andres Rodriguez / Fotolia.com

Dass für viele Jugendliche das Handy die Schuldenfalle Nummer Eins ist, dürfte längst kein Geheimnis mehr sein. Teure Minutenpreise, unüberschaubare Kosten für Klingelton- und Handylogo-Abos, all das sind Verbraucherministerin Künast schon lange ein Dorn im Auge. Sie forderte in der Vergangenheit immer wieder spezielle Tarife für Jugendliche. T-Mobile und Vodafone kamen dieser Aufforderung mit der CombiCard Teens beziehungsweise der CallYa Juniorkarte nach.
Doch was machen die beiden "kleinen" am deutschen Markt, was machen o2 und E-Plus? Nach Informationen des Berliner "Tagesspiegel" ist beim aktuell noch kleinsten deutschen Mobilfunkanbieter o2 ein entsprechendes Angebot in Planung. Genaue Angaben, wann mit der Vermarktung des o2 Jugend-Tarifes gestartet werden soll, wurden aber noch nicht bekannt. Bei E-Plus will man angeblich auf ein spezielles Jugend-Angebot verzichten. Telefonkarten, die im Voraus bezahlt werden (Prepaid) seien als Kostenkontrolle ausreichend.
Künast will mehr
Soweit, so gut. Im Verbraucherministerium sieht man aber noch Nachbesserungsbedarf. "Es wäre schön, wenn die Tarife günstiger würden", heißt es dort. Kritisiert wird auch, dass zwar 0190- und 0900-Verbindungen bei den Jugendtarifen sofort bei Vertragsabschluss gesperrt seien, teure Premium-SMS-Dienste aber zunächst gesperrt werden müssten. "Das ist erstmal eine Hemmschwelle", so eine Sprecherin des Verbraucherministeriums in Berlin.

(Hayo Lücke)

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