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Medien: Übernahme von Sky Deutschland und Sky Italia durch BSkyB steht kurz bevor

Eine Vereinbarung über die Übernahme von Sky Deutschland und Sky Italia durch den britischen Pay-TV-Anbieter BSkyB könne laut Berichten von "Sunday Times" und "FAZ" schon innerhalb der nächsten zwei Wochen erzielt werden.

21.07.2014, 15:47 Uhr
Sky © Sky Deutschland

Mitte Mai teilte der britische Bezahlsender BSkyB mit, dass er mit den Pay-TV-Sendern Sky Deutschland sowie Sky Italia über eine Übernahme verhandelt. Die Gespräche sind offenbar auf einem guten Weg: Eine Vereinbarung über eine Zusammenlegung der beiden mehrheitlich bzw. komplett von Rupert Murdoch kontrollierten Sender mit BSkyB könne laut "Sunday Times" bereits in den kommenden zwei Wochen erreicht werden. Von einer baldigen Übernahme berichtet auch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ).

BSkyB hätte mehr als 20 Millionen Abonnenten

Bei Übernahme der von Murdochs Dachgesellschaft 21st Century Fox gehaltenen Mehrheitsanteile von 55 Prozent an Sky Deutschland müsste BSkyB den übrigen Aktionären ein Übernahmeangebot machen. Laut "Sunday Times" könne der konzerninterne Verkauf von Sky Deutschland 3,5 Milliarden einbringen. Sky Italia gehört dagegen komplett zu Murdochs Konzern.

21st Century Fox selbst ist mit knapp 40 Prozent an BSkyB beteiligt, eine Mehrheit hält Murdochs Konzern hier jedoch nicht. Durch den Deal könnte der australische Medienzar seine europäischen PayTV-Sender unter einem Dach vereinigen. BSkyB käme dann auf insgesamt mehr als 20 Millionen Abonnenten. Die Verhandlungsposition der Briten z.B. beim Feilschen um Rechte wäre erheblich gestärkt.

Murdoch feilt an Übernahme von Time Warner Cable

Außerdem braucht Murdoch Geld, da er plant, in den USA den Kabelriesen Time Warner Cable zu übernehmen. Die laut "FAZ" hohen Bargeldreserven von BSkyB würden für den Kauf der beiden Sky-Sender genutzt und könnten in die Konzernzentrale in den USA fließen. Ein erstes Übernahmeangebot für Time Warner Cable in Höhe von 80 Milliarden Dollar ist allerdings bereits abgewiesen worden, doch Murdoch will sich nicht so schnell geschlagen geben.

(Jörg Schamberg)

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