Labs Threats Report

McAfee: 2,2 Milliarden gestohlene Anmeldedaten im Darknet

Die Aktivitäten von Cyber-Kriminellen sind im ersten Quartal 2019 laut einer Studie von McAfee gestiegen. Pro Minute gab es 504 neue Gefährdungen. Attackiert wurden auch Geräte für das Internet der Dinge (IoT). Und der Schwarzmarkt im Darknet blüht.

Hackerangriff© Sergey Nivens / Fotolia.com

München - Das Cyber-Sicherheitsunternehmen McAfee hat seinen neuen "Labs Threats Report" veröffentlicht. Untersucht wurden darin die Aktivitäten von Cyber-Kriminellen im ersten Quartal 2019. Im Schnitt konnten die Sicherheitsexperten 504 neue Gefährdungen pro Minute identifizieren. Bei neuer Ransomware habe es einen Zuwachs von 118 Prozent gegeben. Zudem seien mehr als 2,2 Milliarden gestohlene Anmeldedaten im Zeitraum von Januar bis März 2019 auf illegale Plattformen im Darknet hochgeladen worden.

Hacker nutzen vor allem Spear-Phising

Hacker setzten bei gezielten Angriffen zu 68 Prozent Spear-Phishing ein, 77 Prozent hätten anschließende Interaktionen mit dem betroffenen User zum Durchführen der Angriffe genutzt. Spear-Phishing richtet sich nicht an die breite Masse, sondern attackiert gezielt eine Person oder ein Unternehmen. "Die Auswirkungen dieser Gefahren sind in der Realität angekommen", so Raj Samani, Chief Scientist bei McAfee. "Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass die Zahlen, die einen Anstieg oder eine Abnahme verschiedener Angriffe zeigen, nur einen kleinen Teil der Geschichte erzählen. Hinter jedem Vorfall steht ein reales Unternehmen, das mit Systemausfällen und deren Konsequenzen kämpft oder ein Verbraucher, der nun mit den Folgen von Betrug ringt."

Neue Handlungsmuster der Cyber-Kriminellen

Neue Handlungsmuster seien bei den Cyber-Kriminellen aber auch beobachtet worden. Zunehmend gebe es gezielte Angriffe auf Exposed Remote Access Points wie etwa dem Remote Desktop Protocol (RDP). Angreifer könnten sich dadurch Administratorrechte verschaffen und im Anschluss Malware über das betroffene Netzwerk verbreiten. Besonders verbreitete Ransomware-Familien seien im ersten Quartal Dharma, GandCrab und Ryuk gewesen.

Mangelnde Sicherheit bei IoT-Geräten

Das schwache Sicherheitsniveau von Geräten für das Internet der Dinge (IoT) werde von Cyber-Kriminellen ausgenutzt. Die Zahl neuer Malware in diesem Bereich sei um zehn Prozent gestiegen. Innerhalb der letzten vier Quartale habe es bei IoT-Malware sogar einen Anstieg um 154 Prozent gegeben. Bei Malware insgesamt verzeichnete McAfee einen 35-prozentigen Anstieg an neuer Schad-Software. Bei Apples Betriebssystem MAC OS wurde dagegen eine Abnahme von 33 Prozent an neuer Malware registriert.

Angriffe auf Finanzbranche nehmen stark zu

Im ersten Quartal habe es insgesamt 412 gemeldete Sicherheitsvorfälle gegeben. Das seien 20 Prozent mehr im Vergleich zum letzten Quartal 2018. Besonders von Angriffen betroffen sei die Finanzbranche, Hackerattacken hätten hier um 89 Prozent zugenommen. Aber auch auf den Bildungssektor, die Gesundheitsbranche und den öffentlichen Sektor haben es Hacker immer häufiger abgesehen.

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Jörg Schamberg

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