Netzausfall

Massive Störungen bei der Telekom: 900.000 Router betroffen

Kunden der Deutschen Telekom klagen in vielen Gegenden Deutschlands über den Ausfall ihrer Anschlüsse für Internet, Telefon und Fernsehen. Das Problem hatten nach Angaben der Telekom rund 900.000 Router. Ursache war eine große Cyber-Attacke.

Marcel Petritz, 28.11.2016, 10:22 Uhr (Quelle: DPA)
Telekom© Deutsche Telekom AG

Bonn/Berlin - Von den massiven Störungen bei Anschlüssen der Deutschen Telekom (www.telekom.de/dsl Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) sind nach Angaben des Unternehmens bundesweit rund 900.000 sogenannte Router betroffen. Das sagte ein Sprecher am Montagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. Die Geräte dienen der Einwahl ins Netz der Telekom und ermöglichen damit Telefonie, den Internetzugang und auch den Online-Fernsehempfang. Das Netz selbst sei nicht gestört, sondern die Identifizierung der Router bei der Einwahl, sagte der Sprecher.

Störung im gesamten Bundesgebiet

Am frühen Montagmorgen sei eine neue Software in das Telekom-Netz eingespeist worden, die den Fehler beheben soll. Erneut riet das Unternehmen betroffenen Kunden, den Router vom Netz zu trennen, eine Zeit lang zu warten und dann wieder einzuschalten. Nach dem Software-Update im Telekom-Netz könnten sich viele Router nach dem Neustart wieder einwählen. Die Störung betreffe zwar das gesamte Bundesgebiet, aber nur bestimmte Router-Typen. Daher lasse sich auch nicht sagen, dass bestimmte Regionen besonders betroffen seien. Die Ausbreitung richte sich einzig nach der Verteilung der Geräte. Derzeit werde untersucht, welche Modelle das genau seien.

Bereits seit Sonntagnachmittag klagen viele Kunden über den Ausfall ihrer Anschlüsse für Telefon, Internet und Fernsehen. Die genaue Ursache für den Fehler war auch am Montag früh noch unklar. Das Unternehmen sei mit Hochdruck auf der Suche nach dem Auslöser für die Probleme, sagte ein Sprecher.

Vereinzelte Störungen gibt es in den Netzen von Telekommunikationsanbietern häufig. So können etwa bei Bauarbeiten Kabel beschädigt werden und damit im ungünstigen Fall auch ganze Regionen von der Versorgung trennen. Massive Ausfälle sind hingegen eher selten.

Update 12:11 Uhr - Telekom prüft möglichen Hackerangriff

Nach den massiven Störungen bei Anschlüssen der Deutschen Telekom geht das Unternehmen nach eigenen Angaben ersten Spuren eines Angriffs von außen nach. Möglicherweise handele es sich bei den Router-Ausfällen um einen Eingriff von außen - und nicht um einen normalen, aber ebenfalls ärgerlichen Systemausfall, sagte ein Sprecher am Montag der dpa. "Wir haben erste Hinweise darauf, dass wir möglicherweise Opfer eines Hacker-Angriffs geworden sind." Das würden Analysen der IT-Sicherheit und der Forensiker bei der Telekom nahelegen.

Update 13:25 Uhr - Telekom: Störungen gehen zurück

Die massiven Störungen bei Anschlüssen der Deutschen Telekom sind nach Angaben des Unternehmens im Verlauf des Montags deutlich zurückgegangen. "Die eingespielten Patches und Software-Updates greifen", sagte ein Sprecher der dpa. Was zu den Ausfällen geführt hat, von denen rund 900.000 Anschlüsse betroffen waren, sei noch nicht geklärt. "Wir erwarten ein Ergebnis der Analysen in den kommenden Tagen", sagte der Sprecher.

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