Spiele

Massive Probleme bei PlayStation 3?

Die Gerüchteküche im Konsolen-Clash brodelt mal wieder kräftig. Diesmal wird über massive Probleme bei Sonys Hardware für die PS3 berichtet. Auch die Abwärtskompatibilität zu PS2-Spielen bereitet den Japanern anscheinend weiterhin Probleme.

Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com
Sonys PlayStation 3 soll massive Hardwareprobleme haben. Wie das britische Nachrichtenportal "The Inquirer" aus direkter Quelle berichtet, sollen sowohl IBMs Cell-Chip als auch die Grafiklösung um den "RSX"-Chip von Nvidia zum Teil deutlich schlechtere Leistung bringen als erwartet - und als die Konkurrenzkonsole von Microsoft.

Gerüchte oder Fakten?

Zum einen sollen die Vertex-Einheiten des RSX nur halb so viel Daten schreiben können wie sie aufnehmen. Für die Spieleentwicklung könnte dies weniger Objekte oder physikalische Effekte bedeuten. Schlimmer noch steht es laut "Inquirer" um die Polygon-Rate von Sonys Next-Gen-Konsole. Die PS3 soll nur halb so viele Mehrecke pro Sekunde auf den Bildschirm bringen wie die XBOX 360. Das wäre ein massiver Rückschlag im Wettstreit der Konsolen.

Auch der von IBM entwickelte Cell-Chip scheint nicht das zu halten, was er bisher versprach. Die Diskrepanz zwischen Lese- und Schreibgeschwindigkeit des Local Memory soll beim Cell ugewöhnlich groß sein. Der "Inquirer" beruft sich dabei auf Zahlen, die Sony angeblich an die Entwickler kommuniziert hat. Danach schreibt der lokale Speicher des Prozessors Daten mit rund vier Gigabyte pro Sekunde. Die Lesegeschwindigkeit ist mit 16 Megabyte pro Sekunde dagegen deutlich schmaler. Ein derartiges Gefälle würde den lokalen Speicher so gut wie überflüssig machen.



Die doppelte Playstation

Des weiteren soll Sony Probleme mit der Abwärtskompatibilität der PS3 zu PS2-Titeln haben. IBMs "Cell"-Chip bereitet dabei anscheinend Ärger bei einer softwarebasierten Lösung zur Emulation der alten Hardware. Wie das japanische Technikmagazin "Ultra One" in seiner Juli-Ausgabe berichtet, hat sich Sony etwas anderes einfallen lassen.

Um das Softwareproblem zu umgehen soll schlichtweg die Hardware der alten Konsole in die PS3 implementiert werden. Dabei soll der Combo-Chip aus PS2-CPU und -GPU, der derzeit im Slim-Model der Play Station verwendet wird, sich den Platz mit der neuen Hardware teilen. Laut "Ultra One" könnte dies aber nur eine Zwischenlösung sein, bis ein stabiler Softwareemulator entwickelt sei, da der Einsatz weiterer Hardware die Produktionskosten der PS3 weiter anheben würde.

(Philip Meyer-Bothling)

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