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Management-Fehler führten zu Vodafones Krise

Beim Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Deutschen Telekom hatte der Mobilfunk-Netzbetreiber Vodafone immer wieder die Nase vorn, doch seit einiger Zeit hat er das Nachsehen. Das Handelsblatt hat analysiert, "warum Vodafon in die Krise stürzt".

Vodafone© Vodafone GmbH

Beim Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Deutschen Telekom hatte der Mobilfunk-Netzbetreiber Vodafone immer wieder die Nase vorn, doch seit einiger Zeit hat er das Nachsehen. Nicht nur die Mitarbeiter sind frustriert, auch die Nutzer. Ende 2013 waren 1,6 Millionen Kunden verloren gegangen. Das Handelsblatt hat analysiert, "warum Vodafone in die Krise stürzt".

Management-Fehler

Begonnen hat der Abstieg nach Meinung der Wirtschaftszeitung mit dem Auswechseln der Chefs im Oktober 2012. Jens Schulte-Bockum übernahm Vodafone Deutschland, der ehemalige Telekom-Manager Philipp Humm die Führung von Vodafone Europa. Doch einvernehmlich zusammenarbeiten sollen sie nicht, heißt es. Die deutsche Landesgesellschaft habe seitdem einen Teil ihrer Autonomie verloren. Zudem wurde die bislang erfolgreiche Geschäftsführung fast komplett ausgetauscht.

Die Fehler im Management hätten sich dann auf das gesamte Unternehmen ausgewirkt. "Das Netz läuft instabil, der Service ist überlastet, und viele Mitarbeiter sind derart demotiviert und frustriert, dass selbst treue Stammkunden zur Konkurrenz überlaufen oder nur durch heftige Preisnachlässe gehalten werden können", schreibt das "Handelsblatt".

Zu spät in das Netz investiert

Konkret hätte Kabel Deutschland von Vodafone nicht nur zu einem früheren Zeitpunkt übernommen werden können, sondern auch zu einem günstigeren Preis. Stattdessen wurde viel Geld in die neue Technik LTE investiert, was sich bislang aber noch nicht ausgezahlt hat. Vernachlässigt wurde in dieser Zeit zudem, dass das UMTS-Netz an seine Grenzen gelangte – messbar an den vielen Gesprächsabbrüchen. Erst jetzt investiert das Unternehmen vier Milliarden Euro in eine Modernisierung des gesamten Netzes.

Der Bericht des "Handelsblatt" legt nahe, dass die Lösung von Vodafones Problemen in einem Abgang von Schulte-Bockum enden könnte. Zumindest werden hochrangige, aber nicht namentlich genannte Manager des Unternehmens mit diesem Wunsch zitiert.

(Peter Giesecke)

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