Security

Mails per GnuPG verschlüsseln: Finanzierung vorerst gesichert

Als sichere Methode zur Verschlüsselung von E-Mails gilt immer noch GnuPG. Facebook und andere Spender ermöglichen es nun dem Entwickler Werner Koch weiterzumachen.

06.02.2015, 11:38 Uhr (Quelle: DPA)
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Die schwierige Finanzsituation des wichtigsten freien Verschlüsselungsprojektes GnuPG hat sich entspannt. Das US-Portal ProPublica hatte über die Finanznöte des deutschen GnuPG-Entwicklers Werner Koch berichtet. Demnach drohte die Einstellung der Entwicklung.

Ein paar Großspenden und viele kleine

Daraufhin erklärten sich Facebook und der Zahlungsdienstleister Stripe bereit, jeweils 50.000 Dollar in diesem Jahr zu spenden. Zuvor hatte bereits die Linux-Stiftung 60.000 Dollar zugesagt. Außerdem zogen die privaten Kleinspenden für das GnuPG-Projekt an.

GnuPG ist das wichtigste freie Kyptographiesystem. Damit können E-Mail-Nachrichten so geschützt werden, dass sie nur Sender und Empfänger entziffern können. Die eigentliche System-Software wird bislang quasi von Koch alleine entwickelt und gewartet.

Das Projekt war ab 2005 auch von der deutschen Bundesregierung finanziell gefördert worden, allerdings liefen diese Zuwendungen 2010 aus. Da über die Projektseite zu wenig Spenden einliefen, stand Koch vor gut einem Jahr kurz davor, die weitere Entwicklung von GnuPG aufzugeben.

(Peter Giesecke)

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