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Mai-Aktionen: DSL-Anbieter legen nach

Das gute Wetter und immer mehr UMTS-Angebote zwingen die Provider zum Handeln: Prämien, Rabatte und neue Service-Versprechen sollen die Kunden zum Bildschirm zurückkehren lassen.

01.05.2009, 11:07 Uhr
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

Für die deutschen DSL-Anbieter wird es brenzlig: Wenn dieser Mai ebensolche Rekordtemperaturen erreicht, wie der April 2009, dann müssen sich die Provider schon gute Argumente einfallen lassen, um die Kunden von DSL-Paketen für zuhause zu überzeugen. Der Biergarten lockt und so konnte das mobile Internet in den vergangenen Wochen immer mehr Anhänger finden. Onlinekosten.de hat sich deshalb den Markt einmal genauer angesehen und zeigt auf, bei welchem Anbieter sich der Einstieg nun am meisten lohnt.
1&1: Mehr Service für Kunden
Für Mai hat sich 1&1 eine neue Service-Offensive auf die Fahnen geschrieben und kündigt einige Verbesserungen für die Kunden an: Dazu zählt zum Beispiel die Leistungs-Garantie, dank der Kunden auch nach Bestellung vom Vertrag zurücktreten können, wenn die gebotene Bandbreite "deutlich unter der im Paket angegebenen maximalen Bandbreite" liegt. Außerdem verspricht 1&1 eine Anschlussentstörung innerhalb von 24 Stunden. Schafft es der Anbieter während dieser Zeit nicht, das Leitungsproblem zu beheben, wird die Grundgebühr für einen Monat erstattet. Als dritte wesentliche Neuerung wurde zudem eine kostenlose Hotline eingeführt – die allerdings nur von DSL-HomeNet-Kunden in Anspruch genommen werden kann.
Zu den eigentlichen Tarifen: Im April hat 1&1 das Internetangebot in der DSL-HomeNet-Welt gebündelt und damit die alte Tarifstruktur überworfen. Damit bleibt interessierten Neukunden auch im Mai die Wahl zwischen drei Paketen: Jedes beinhaltet ISDN-Merkmale bei der Telefonie, eine Handy-Flat für Gespräche in das deutsche Festnetz, Internet-Radio mit 8.000 Sendern sowie den 1&1 HomeServer, eine Mischung aus DSL-Modem, TK-Anlage und WLAN-Router. DSL HomeNet 6.000 gibt es derzeit für 29,99 Euro, wobei Filmabrufe über Maxdome zusätzlich berechnet werden. Bei DSL HomeNet 16.000 sind dafür 500 Videos inklusive: drei Monate kosten den Nutzer keinen Cent, danach fallen monatliche Gebühren in Höhe von 34,99 Euro an. Speerspitze der derzeitigen 1&1-Pakete ist DSL HomeNet 16.000 Entertainment. Kostenfaktor: 49,99 Euro. Auch hier gibt es drei Monate kostenfrei, im Gegensatz zu den anderen Angeboten bietet dieser Tarif den kostenlosen Zugriff auf 20.000 Videos – 5.000 Videos mehr als noch im Monat zuvor. HanseNet hat zum 30. April die Zusatzoption Alice Mobile Internet Flat eingeführt: Für einen monatlichen Aufpreis von 14,90 Euro (Nutzer, die das DSL-Angebot nicht nutzen, zahlen 19,90 Euro) gibt es einen mobilen Internetzugang per HSDPA, der ab einem verbrauchten Traffic-Volumen von einem Gigabyte (GB) auf GPRS-Geschwindigkeit gedrosselt wird. Der passende UMTS-Stick zu diesem monatlich kündbaren Angebot kostet einmalig 69,90 Euro – wer sich für zwei Jahre an einen Vertrag binden möchte, zahlt alternativ 2,90 Euro im Monat.
Alice: UMTS für 14,90 Euro
Bei den DSL-Angeboten wird es hingegen erst einmal beim Alten bleiben: Bei Bestellung eines der drei Alice-Komplettpakete mit einer Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten wird die monatliche Grundgebühr in den ersten sechs Monaten jeweils um zehn Euro reduziert. Damit ist etwa die Doppel-Flat Alice Fun sechs Monate lang für 19,90 statt 29,90 Euro erhältlich. Gleiches gilt auch für den minutenbasierten Internet-Einsteigertarif Alice Light, der im Rahmen der Aktion ein halbes Jahr lang bereits für 4,90 statt für 14,90 Euro genutzt werden kann. Für das Premium-Paket Alice Comfort inklusive erweiterten Service-Dienstleistungen berechnet der Provider sechs Monate lang 29,90 statt 39,90 Euro.
Neu hinzugekommen ist die Option Home2Mobile, mit der Alice-Kunden für 9,9 Cent pro Minute in alle deutschen Mobilfunknetze telefonieren können. Für das Angebot wird ein monatlicher Aufpreis von 4,90 Euro fällig. Regulär fallen für Telefonate zu Handys 22 Cent pro Minute an.
Vodafone: Sparen durch Kombination
Mit dem neuen Angebot von Vodafone setzt der Mobilfunk- und DSL-Anbieter auf Kombinationspakete, die sich ab dem 4. Mai sowohl Neu- als auch Bestandskunden selbst zusammenstellen können. Im Folgenden zeigt eine Tabelle, an welcher Stelle es Sparmöglichkeiten gibt.
Zur Erklärung: Kunden, die bislang beispielsweise mit ihrem Handy die Vodafone SuperFlat nutzen und nun zusätzlich ein DSL All Inklusive Paket buchen, bekommen zehn Euro Rabatt auf die monatliche Rechnung. Derzeit kostet das reguläre Vodafone All Inclusive Paket im ersten halben Jahr 19,95 Euro, danach steigt die monatliche Gebühr auf 29,95 Euro. Zum Angebot gehören sowohl ein DSL-Anschluss mit sechs Mbit/s im Downstream als auch eine Telefon-Flatrate für Gespräche in das deutsche Festnetz. Zudem entfallen bei einer Online-Bestellung bis zum 31. Mai in den ersten sieben Monaten die monatlichen Grundgebühren für das All Inclusive Paket.
Auch die Vodafone-Tochter Arcor, die nicht mehr lange als eigenständige Marke auf dem DSL-Markt zu finden sein wird, bietet für Online-Besteller das All-Inclusive-Paket bis Ende Mai die ersten sieben Monate zum Nulltarif an. Erst ab dem achten Monat fallen dann monatliche Gebühren von 29,95 Euro an. Ein DSL-Modem ist in diesem Monat in allen Tarifen kostenlos enthalten. Auf die Bereitstellungsgebühr in Höhe von 99,95 Euro verzichtet Arcor auch im Mai. Dieses Angebot ist aber offenbar nur in ausgewählten Regionen verfügbar. Die Redaktion von onlinekosten.de deckte nämlich auf, dass vereinzelt auch ein ganz anderes Promotion-Paket beworben wird. Dann kostet die Doppel-Flatrate ein Jahr lang 19,95 Euro im Monat. Zusätzlich gibt es 50 Euro Startguthaben - inklusive WLAN-Modem und Anschlusspreis-Befreiung. Der Düsseldorfer Internetanbieter Versatel hat seine Neukundenaktionen in der Vergangenheit schon des Öfteren mit pfiffigen Prämien ausgestattet – so auch wieder im Mai. Besteller einer Doppel-Flatrate DSL 6.000 oder 16.000 haben die Wahl zwischen jeweils drei Willkommensgeschenken. Bei dem langsameren Paket stehen eine FRITZ!Box 3131, eine externe Festplatte mit 500 GB Fassungsvermögen von Trekstor oder ein iPod Shuffle zur Auswahl.
Versatel: Prämen für Neukunden
Wer einen Vertrag für DSL 16.000 abschließt, darf zwischen der FRITZ!Box 7270, einem TomTom-Navigationsgerät und einem Nintendo DS lite wählen. DSL 6.000 ist im Mai für monatlich 29,90 Euro zu haben und beinhaltet eine Telefon-Flatrate. Für DSL 16.000 berechnet Versatel 34,90 Euro im Monat.
Congstar: Alles wie bisher
Keine Veränderung bei der Billigmarke der Deutschen Telekom, Congstar, im Mai: Wie bisher entfällt das Bereitstellungsentgelt in Höhe von 59,99 Euro, sofern ein Komplettpaket mit 24-monatiger Vertragslaufzeit gewählt wird. Auch der WLAN-Router ist in diesem Fall kostenlos anstatt für 49,99 Euro erhältlich. Für das Komplettpaket congstar komplett 1 mit Internet-Flatrate mit DSL 2.000 berechnet die Telekomtochter monatliche Grundgebühren ab 19,99 Euro. Congstar komplett 2 bietet ab 24,99 Euro zusätzlich noch eine Telefon-Flat in das deutsche Festnetz.
o2: Halbe Grundgebühr für ein Jahr
Der DSL-Anbieter und Mobilfunker o2 bietet sein DSL Komplettpaket im Mai für die Hälfte der monatlichen Grundgebühr an. Ein Jahr lang zahlen alle Kunden, die ihre Bestellung online abgeschickt haben, 15 Euro im Monat. Das letzte Jahr der Mindestvertragslaufzeit schlägt dann mit 30 Euro monatlich zu Buche. Noch bis Ende Mai erspart o2 zudem allen Nutzern die einmalige Anschlussgebühr in Höhe von 49 Euro. Darüber hinaus profitieren alle neuen Kunden von der dreimonatigen Geld-zurück-Garantie, in deren Rahmen ohne Angaben von Gründen vom Vertrag zurückgetreten werden kann.

(André Vatter)

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