Apple-Betriebssystem

MacOS Big Sur verfügbar: Neuer Look und viele neue Funktionen

Ein neues Design und eine Fülle Verbesserungen und neuer Features hat Apple macOS Big Sur, der neuesten Version seines Mac-Betriebssystems, spendiert. Wir geben einen Überblick.

Jörg Schamberg, 13.11.2020, 13:10 Uhr
Apple macOS Big Sur© Apple Inc.

Apple hat in dieser Woche nicht nur die drei neuen Macs 13" MacBook Pro, MacBook Air und Mac mini mit dem neuen M1-Chip vorgestellt, sondern bietet nun auch ein kostenloses Software-Update seines Mac-Betriebssystems an. Die Aktualisierung auf macOS Big Sur soll ein neues Design, Verbesserungen für Safari, Nachrichten, Karten und den Datenschutz bieten. Zudem sei die neue Version für den Einsatz mit dem M1-Chip optimiert.

Einfachere Navigation

Das neu gestaltete Design, mit dem macOS Big Sur aufwarte, soll die Navigation erleichtern sowie dem Nutzer mehr Bedienelemente zur Verfügung stellen. So hätten beispielsweise Apps ein neues Design erhalten, damit Anwender sich einfacher auf die Inhalte fokussieren könnten. Schaltflächen und Steuerelemente würden nur erscheinen, wenn man sie benötigt. Das Kontrollzentrum sei völlig neugestaltet worden. Direkt in der Menüleiste sei nun ein schneller Zugriff auf Steuerelemente für "Nicht Stören", Monitor, Tastaturhelligkeit und mehr verfügbar. Mehr relevante Informationen und neu gestaltete Widgets enthalte die aktualisierte Mitteilungszentrale.

Safari schneller und mit neuen Funktionen

Apples Internetbrowser Safari soll mit macOS Big Sur das größte Update seit seiner Einführung 2003 erhalten. Der Browser soll nun noch schneller sein. Häufig besuchte Webseiten sollen durchschnittlich 50 Prozent schneller als im Chrome-Browser von Google geladen werden. JavaScript in Safari werde auf Macs mit M1-Chip bis zu 1,5-mal schneller ausgeführt und es gebe fast 2-mal kürzere Reaktionszeiten.

Auf Streaming-Plattformen wie YouTube und Netflix werde jetzt von Safari 4K HDR unterstützt. Für die Navigation gebe es neu gestaltete Tabs in Safari. Die Startseite sei durch den Nutzer anpassbar. Es lasse sich etwa ein persönliches Hintergrundbild, eine Leseliste, iCloud Abs und mehr einrichten. Die in Safari integrierte Übersetzung könne Webseiten aus sieben Sprachen übersetzen. Laut Apple lassen sich neue Erweiterungen für Safari jetzt einfacher im Mac App Store finden.

Auch an den Datenschutz wurde gedacht: Safari biete nun einen neuen Datenschutzbericht, der Anwendern jeweils diejenigen Tracker anzeigt, die von Safari an der Erstellung eines Nutzerprofils gehindert wurden. Neu sei ein Tool, das Passwortverletzungen überwache.

Nachrichten auf dem Mac mit Neuerungen

Gruppenunterhaltungen auf dem Mac sollen sich mit "Nachrichten" besser organisieren lassen und neue Funktionen bieten. Unterhaltungen lassen sich für einen schnellen Zugriff ganz oben auf der Nachrichtenliste festpinnen. Neu gestaltet worden sei die Suche: Ergebnisse werden nun in Links, Fotos und passenden Begriffen organisiert. Nachrichten auf dem Mac würden über iPhone, iPad und Apple Watch synchronisiert. Auch für Spaß durch lustige Effekte ist gesorgt: Nachrichten lassen sich mit digitalen Luftballons, Konfetti und mehr versehen. Auf dem Mac lassen sich Memojis erstellen und anpassen, zudem gebe es Memoji-Sticker. Neu ist auch die Fotoauswahl und #Bilder: Bilder, GIFs und Videos sollen sich schnell weitergeben lassen.

Neue Features für Karten

Ebenfalls völlig neu gestaltet wurde laut Apple die Anwendung Karten. So gebe es Reiseführer von vertrauenswürdigen Experten. Es lassen sich eigene Listen von Lieblingsrestaurants, Parks und Urlaubsideen erstellen und mit Freunden und Familie teilen. Das Feature "Umsehen" ermöglicht eine 360-Grad-Ansicht eines Reiseziels. Abrufbar sind zudem Indoor-Karten etwa von großen Flughäfen. Planen lassen sich auf einem Mac erstmals auch Routen für Fahrradtouren und Fahrten mit dem Elektroauto. Die geplanten Touren können dann an das iPhone gesendet werden.

Mehr Transparenz über Daten der Nutzer

Für der Kontrolle der eigenen Daten verspricht Apple mit macOS Big Sur mehr Transparenz und Kontrolle. Noch 2020 soll jede Produktseite im Mac App Store einen neuen Bereich erhalten. Darin soll jeweils eine Zusammenfassung des Entwicklers über die Datenschutzpraktiken wie die Standortermittlung und das Tracking-Verhalten einer App zu finden sein. Mac-Anwender sollen mehr Apps denn je nutzen können. Mehr als 28 Millionen Entwickler könnten Apps für iOS, iPadOS, macOS, watchOS und tvOS kreieren. Die App-Entwicklung sei einfacher geworden.

Das Update auf macOS Big Sur unterstützen folgende Mac-Modelle:

  • MacBook (2015 oder neuer)
  • MacBook Air (2013 oder neuer)
  • MacBook Pro (Ende 2013 oder neuer)
  • Mac mini (2014 oder neuer)
  • iMac (2014 oder neuer)
  • iMac Pro (2017 oder neuer)
  • Mac Pro (2013 oder neuer

Voraussetzung seien zudem Mac OS X Mavericks 10.9 oder neuer, 4 GB Arbeitsspeicher und 35,5 GB freier Speicherplatz.

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