Bilanz und Ausblick

M-Net: 14 Prozent mehr Glasfaser-Kunden und Fokus auf FTTH

M-Net hat im vergangenen Geschäftsjahr die Zahl der per Glasfaser erschlossenen Haushalte um rund zehn Prozent und die Zahl der Glasfaserkunden um rund 14 Prozent gesteigert. Die Zukunft sieht man ganz klar in FTTH, also Glasfaser bis in die Wohneinheit.

Melanie Zecher, 29.06.2020, 14:08 Uhr
m-net© M-net

Der bayerische Glasfasernetzbetreiber M-net hat auch im vergangenen Geschäftsjahr 2019 sein Glasfasernetz ausgebaut. Die Zahl der per Glasfaser bis in die Wohnung (FTTH), ins Haus (FTTB) oder zum Kabelverzweiger (FTTC) erschlossenen Haushalte wuchs um rund zehn Prozent auf etwa 770.000. Auch die Zahl der aktiven Kundenanschlüsse stieg: Insgesamt versorgte M-net seine Privat- und Geschäftskunden zum Jahresende 2019 über rund 490.000 Verträge mit Internet-, Telefon-, TV- oder sonstigen Diensten.

Dabei verzeichnete M-net ein besonders starkes Wachstum bei den Glasfaserkunden, deren Zahl dem Unternehmen zufolge um 14 Prozent zulegte. Im Geschäftsjahr 2019 konnte M-Net seinen Umsatz so um mehr als zwei Prozent auf rund 260 Millionen Euro steigern.

52.000 Haushalte mit Glasfaser versorgt

Allein in München wurden im vergangenen Geschäftsjahr im Rahmen der zweiten großen Ausbaustufe mit den Stadtwerken München 52.000 weitere Haushalte an das eigene Glasfasernetz angebunden. 500.000 Haushalte und Gewerbebetriebe hatten Mitte des Jahres in München Zugang zum Internet und weiteren Telekommunikationsdiensten von M-net. In weiten Teilen Bayerns wie beispielsweise rund um Augsburg, Landsberg sowie in Franken wurden umfangreiche Ausbauarbeiten durchgeführt.

Pläne für 2020 in München und Augsburg

Für das Jahr 2020 ist eine zusätzliche Erweiterung der Glasfaserbasis geplant: Neben dem Ausbauprojekt in München, das im Jahr 2021 mit insgesamt mehr als 600.000 angeschlossenen Haushalten seinen Abschluss finden soll, hat das Unternehmen gemeinsam mit den Stadtwerken Augsburg die zweite Stufe des Glasfaserausbaus für die Stadt Augsburg gestartet. Bis 2027 erhalten mindestens 12.500 zusätzliche Wohn- und Gewerbeeinheiten Telefon- und Internetanschlüsse – größtenteils bis in die Wohnung oder ins Büro. Nach Abschluss der zweiten Phase können insgesamt über 32.000 Wohneinheiten in Augsburg vom Glasfasernetz profitieren.

Die Zukunft bei M-Net ist FTTH

Das Geschäftsjahr 2019 war für M-net darüber hinaus ein Jahr der strategischen Neuausrichtung: FTTH – also Glasfaser bis in den einzelnen Haushalt – rückte als langfristige Zieltechnologie in den Mittelpunkt der Unternehmensstrategie.

Bereits im Jahr 2019 startete die Umsetzung von FTTH-Ausbauprojekten in enger Partnerschaft mit Wohnungsunternehmen. So erhielten im historischen Münchner Olympiadorf in einer ersten Ausbaustufe knapp 400 Wohnungen einen direkten Glasfaseranschluss. Über die FTTH-Anschlüsse bietet M-net Internetanschlüsse mit Bandbreiten von heute schon bis zu 1 Gbit/s an.

Feldtest: Datenübertragung im Quanten-Netz

Im Rahmen eines gemeinsamen Feldtests mit Nokia wurde zu Beginn des Geschäftsjahres 2019 erstmals eine Datenrate von 500 Gigabit pro Sekunde auf einer einzelnen Wellenlänge des Lichts erzielt. Die zugrunde liegende Technologie war die Basis für den Anfang 2020 in Betrieb genommenen Bayernring – eine rund 1.200 Kilometer lange Hochgeschwindigkeits-Datenautobahn, die die bayerischen Ballungszentren mit dem weltgrößten Internetknoten DE-CIX in Frankfurt verbindet. In dem europaweit einzigartigen Quanten-Netz erfolgt die Übertragung der Daten durchgängig über Licht – ohne Umwandlung in elektrische Signale. Die mögliche Übertragungsleistung liegt nach aktuellem Stand der Technik bei 76 Terabit pro Sekunde über eine Glasfaser.

Im Oktober letzten Jahres startete M-Net zudem als erster deutscher Netzbetreiber den Betrieb des digitalen Hörfunkstandards DAB+ im Kabelnetz.

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